„Das ist extrem bitter. Nochmal mehr als letzte Woche“, fehlten Eichenzells Spielertrainer Marius Grösch etwas die Worte nach der Partie am Chattenloh: Auf das 0:2 in Steinbach folgte wieder eine tolle spielerische Vorstellung der Britannia – obwohl es nach vorne nicht die 100-prozentigen Chancen gab. Doch die Art und Weise, wie Eichenzell sich dann geschlagen geben musste, war „brutal“: Nach einer knappen Stunde gab es Elfmeter für die Adler nach einer Szene, in der der Schiedsrichter offenbar einen Stoß mit den Händen am Oberkörper festgestellt hatte. Grösch beließ es bei einer sachlichen Bewertung: „Es war ein zweifelhafter Pfiff. Wenn er klar auf den Punkt zeigt, ist alles in Ordnung, aber es geht mir um die Art und Weise“. Dies sei „etwas zögerlich“ gewesen und habe Raum für Interpretation gelassen. Noch bitterer: Marvin Mohr parierte den Elfer von Henrik Renke zunächst, dann bekam der Ball einen Drall und der Schütze war am schnellsten zum Nachschuss zur Stelle.
Ansonsten konnte Grösch seinem Team nichts vorwerfen – musste sogar feststellen, dass seine Britannia beim Ex-Hessenligisten „faktisch keine Torchance“ zugelassen habe. „Wie man es nehmen will“, so Grösch, ob zur richtigen oder zur falschen Zeit: Es folgt nun eine spielfreie Woche in der Verbandsliga. Und genau dorthin ging der Blick schon direkt nach Abpfiff: „Wir haben uns direkt darauf eingeschworen, dass wir diesen Aufwärtstrend unserer Leistungen bis zur Winterpause in Punkte ummünzen. Es bringt nicht viel, sich an etwas anderem aufzuhängen“, schloss er mit der bitteren Art und Weise der Niederlage ab: „Wir sind davon überzeugt, dass sich so etwas im Laufe einer Saison auch dreht. Das muss man sich aber verdienen“.
Weidenhausen: Sieland; Nickel, Renke, T. Ullrich, Steinmetz, Schurbert, Jung, Weber, Hawela, Binneberg, Fiebiger (Gergen, Schütz, Ludwig, J. Ullrich).
Eichenzell: Mohr; Pfeiffer, Milenkovski, Ludwig, Grösch, Sawatzky, Dugan, Müller, Fröhlich, Heil, Mulaj (Sahin, Jäckel, Röhrig).
Schiedsrichter: Christian Krafft (Volkmarsen)
Tor: 1:0 Henrik Renke (51.)
Zuschauer: 300
Verschossener Foulelfmeter: Henrik Renke (Weidenhausen, 62.) – Marvin Mohr hält.
