Sport 02.10.2026

Fußball-Verbandsliga – Angeschlagene Löwen statt angeschlagener Boxer

Eichenzell (pf) – Wie groß ist die Stolper-Gefahr für den FC Eichenzell? Zum nächsten Punktspiel schlägt am Sonntag um 15 Uhr der Lichtenauer FV bei der Britannia auf. Trainer Marius Grösch ist jedoch bemüht, deutlich zu vermitteln, dass der Tabellenletzte der Fußball-Verbandsliga Nord nicht unterschätzt werden soll.

Archivfoto: Görlich Media

Es ist eine völlig neue Situation, in die der Lichtenauer FV geraten ist: Erst vier Punkte nach zehn Spielen, damit Schlusslicht der Verbandsliga Nord. Der einzige Erfolg gelang beim 2:1 gegen Klei/Hun/Doh Mitte August, seither sind die Löwen ohne Dreier. Zumindest im Pokal gelang unter der Woche ein 4:0 gegen einen Kreisoberligisten – ähnlich wie die Eichenzeller, die sich beim 5:0 in Hofbieber Selbstvertrauen holten.

Das Pokalspiel hakte Trainer Marius Grösch schnell ab, war aber zufrieden, dass sich die Akteure, die zuletzt weniger Spielzeit bekamen, empfehlen konnten. „Es gibt in jedem Training und in jedem Spiel die Möglichkeit, sich anzubieten. Dann machen wir uns unsere Gedanken und stellen auf“. Am Sonntag wird es jedoch auch auf die Einstellung ankommen, mahnt der Coach: „Uns erwartet ein Gegner, den wir unbedingt schlagen wollen, aber dabei ist es unsere Aufgabe, die nötige Ernsthaftigkeit zu behalten. In unserer Situation dürfen wir auch gar nicht auf die Punkte oder die Tabelle schauen. Denn das sind eigentlich sogar die schwersten Spiele…“.

Den Negativlauf des LFV wollen Grösch und die Britannia natürlich mit einem eigenen Erfolg verlängern, wissen aber, dass die Gäste motiviert bis in die Haarspitzen anreisen werden. Vor allem der letzte Ausflug der Lichtenauer nach Osthessen hinterließ Spuren. Auch Grösch hatte mitbekommen, was in Lehnerz vor zwei Wochen passiert war: „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn der Gegner vorher zehn Tore in einem Spiel kriegt. Keiner darf nur ansatzweise denken, dass das jetzt für uns ein Aufgalopp wird und das Spiel dadurch schon entschieden wäre. Wir brauchen diese Punkte und müssen uns unser Selbstverständnis weiter erarbeiten“.