Eine schöne Abwechslung dürfte dieses Pokalspiel für beide Teams wohl weniger werden: Der TSG fehlen trotz guter Leistungen aktuell die Ergebnisse – sechs Pleiten in Folge setzte es für das Bönte-Team. Kurioserweise begann die Ergebniskrise beim 3:5 in Elters Mitte September. Dies war auch gleichzeitig der bisher letzte Heimsieg der Dreier-Spielgemeinschaft, bei der der Abwärtsstrudel in einem Trainerwechsel mündete: Für Sascha Fiedler und Robby Neuhäußer haben Holger Möller, Hans-Jürgen Dehler, David Mehler und Rigobert Neubauer übernommen – und feierten am Sonntag gleich mal einen wichtigen 2:1-Erfolg bei der SG Huttengrund.
„Wir wollten die Sinne etwas schärfen“, sagt Holger Möller, der bisher als Obmann fungierte, und betont dabei: „Wir sind mit den beiden überhaupt nicht im Bösen auseinander gegangen. Sie haben sich im Training von der Mannschaft verabschiedet, das war alles ganz vernünftig“. Das Team habe den Wechsel angenommen, so Möller, doch den Spielern sei diese Aufgabe nicht schwergefallen, „weil wir vier ja schon immer rundherum aktiv gewesen sind“. Möller war Betreuer, Mehler Physiotherapeut, Dehler Torwarttrainer und Neubauer Mitglied des sportlichen Führungsteams. Die Erleichterung nach dem Erfolg in Eckardroth war groß – und der Dreier war aufgrund einer starken ersten Hälfte absolut nicht unverdient.
Der Abstiegskampf der Gruppenliga ist ein Haifischbecken – das wissen alle Beteiligten schon seit vielen Jahren. Möller erinnert sich an das Beispiel FSG Vogelsberg, die im Vorjahr erst weiter oben anklopfte und am Ende abstieg. „Wenn du da hintenraus noch viele Punkte brauchst, wird es noch schwieriger. Die Gruppenliga ist uns wichtig“, betont der Übungsleiter, der die Arbeit im Vierer-Gespann gerade auf „alle Schultern“ verteilt. „Es ist immer sehr eng – das ist die Gefahr, aber auch das Schöne an der Liga“. Die Welt verändern können die Verantwortlichen bis zur Winterpause nicht und bauen daher auf kleine Schritte: „Wir schauen wirklich nur von Woche zu Woche, von Training zu Training“. Dabei gehe es vor allem darum, hinten kompakter zu stehen, und vorne über die pfeilschnellen Spitzen Jakob oder Hofmann zum Erfolg zu kommen. „Das wollen wir verinnerlichen“, so Möller. Das Vierer-Team wird bis Winter wohl interimsmäßig im Amt bleiben, ergänzt der Trainer: „Wir tragen verschiedene Dinge aus den drei Vereinen zusammen. Aber es hetzt uns niemand. In wenigen Wochen ist schon Winterpause – dann haben wir Zeit“. Noch sei nichts fix, aber man wolle die Mannschaft „auch nicht überfordern“.
Der Fokus bei EES liegt sicherlich auch schon auf dem nächsten Sechs-Punkte-Spiel in der Liga gegen Borussia Fulda – zum Oktoberfest in Elters sollen Kulisse und Ergebnis passen. Doch erstmal steigt am Mittwoch der Pokal in Lütter, bei einem Gegner, der ebenfalls arg angeschlagen ist. Holger Möller sagt: „Wir werden eine Kombi-Mannschaft stellen, mit einigen, die vielleicht zuletzt auch eher die Reservistenrolle hatten, und aus der zweiten Mannschaft auffüllen. Wir schleppen seit Wochen auch schon ein paar Angeschlagene durch“. Gesucht wird übrigens am Mittwochabend der Viertelfinal-Gegner des SV Neuhof – also so oder so geht es für den Sieger mit einem Gruppenliga-internen Duell im Pokal weiter.
