Lokales 11.05.2026

Leistungsübung – Feuerwehr Eichenzell qualifiziert sich für Bezirksebene

Petersberg – Von Silas Messing – Konzentration, Teamarbeit und jede Menge Präzision: Bei der diesjährigen Hessischen Feuerwehrleistungsübung auf Kreisebene haben sich am Sonntag insgesamt 53 Mannschaften aus dem gesamten Landkreis Fulda miteinander gemessen. Austragungsort war erneut das Gelände bei Globus, wo Feuerwehrleute ihr Können in Theorie und Praxis unter Beweis stellen mussten.

Das Siegerteam Flieden-Rückers. Foto: Silas Messing.

„Wir haben die meisten Mannschaften in ganz Hessen“, sagte Kreisbrandinspektor Adrian Vogler im Gespräch mit der Osthessen-Zeitung. Während die Teilnehmerzahlen in anderen Regionen teilweise rückläufig seien, wachse die Beteiligung im Landkreis Fulda sogar weiter an. „Letztes Jahr hatten wir 51 Mannschaften, dieses Jahr sind es schon 53.“

Die Leistungsübung besteht traditionell aus mehreren Teilen. Zunächst mussten die Feuerwehrleute 15 Fachfragen beantworten. Anschließend folgte eine praktische Einsatzübung aus dem Bereich GABC – also Gefahren durch atomare, biologische oder chemische Stoffe. Zusätzlich mussten die Teilnehmer verschiedene Feuerwehrknoten möglichst fehlerfrei und schnell anlegen.

Das diesjährige Szenario simulierte einen Werkstattunfall mit einem umgestürzten Gabelstapler, einer eingeklemmten Person sowie einem Entstehungsbrand. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer arbeiteten die Teams die Lage routiniert ab.

Für Vogler steht dabei nicht allein der Wettbewerbscharakter im Vordergrund. „Natürlich will jede Mannschaft gut abschneiden“, sagte er. Gleichzeitig gehe es aber vor allem darum, theoretisches Wissen und praktische Abläufe regelmäßig zu trainieren. Gerade Einsätze im GABC-Bereich seien im Alltag vergleichsweise selten. „Deshalb ist es wichtig, Standardabläufe zu üben und Routine zu entwickeln.“

Unterstützt wurde die Veranstaltung von zahlreichen Schiedsrichtern aus dem Landkreis Fulda sowie benachbarten Regionen wie dem Main-Kinzig-Kreis und Hersfeld-Rotenburg. Auch organisatorisch sei die Veranstaltung nur durch viele ehrenamtliche Helfer möglich.

Bei der Siegerehrung dankte Landrat Bernd Woide allen Beteiligten ausdrücklich für ihr Engagement am Sonntag. „Ihr hättet wahrscheinlich auch im Garten sitzen oder den Tag anders verbringen können“, sagte Woide. „Dass ihr euch trotzdem hierherstellt und mitmacht, dafür ein herzliches Dankeschön.“

Die besten sechs Mannschaften qualifizierten sich für die nächste Wettbewerbsrunde auf Bezirksebene, die in Bebra stattfinden wird. Den ersten Platz sicherte sich die Feuerwehr Flieden-Rückers mit 98,3 Punkten und der Leistungsstufe Gold. Dahinter folgten Flieden-Stork sowie Hünfeld-Großenbach II. Ebenfalls unter den Top sechs landeten Künzell-Dietershausen, Eichenzell-Eichenzell I und Hünfeld-Mackenzell.

Neben Ehrgeiz und Wettbewerb war über den gesamten Tag hinweg vor allem eines spürbar: der starke Zusammenhalt innerhalb der Feuerwehren. Zwischen den Übungen wurde gefachsimpelt, angefeuert und gelacht – ganz so, wie man es bei der Feuerwehr kennt.