Mit Bernges, Trabert, Liebermann, Arnold oder Hartwig liefen einige Akteure letztmals im Barockstadt-Dress auf. Auch auf der anderen Seite gab es Abschiede, der Eichenzeller Matthis Sang, der sich als toller Transfer aus der Kreisoberliga erwiesen hatte, durfte in Lehnerz sogar die Kapitänsbinde tragen.
Tolle – und viele – Tore gab es ebenso: Das 4:3 der SGB durch Marlon Poch, der seinem Spitznamen „Lamine Yamarlon“ alle Ehre machte, sein Distanzschuss schlug im Winkel ein. Oder aber das 3:2 durch Peter Liebermann, das zwar weniger spektakulär, aber umso emotionaler war: der scheidende Spielertrainer musste die Kugel nur noch einschieben und feierte anschließend bei der Auswechslung den perfekten Ausstand.
„Ich werde jeden Einzelnen vermissen. Ich denke, dass jeder hier einen Schritt nach vorne gemacht hat, und wünsche allen alles Gute für die Zukunft“, sagte SGB-Trainer Niklas Herget in Richtung der Abgänge, die aber zum Saisonabschluss noch einmal gemeinsam feierten: „Wir haben Saisonabschluss, ich denke, dass es auch einige nochmal in die Stadt treibt“. Gleichzeitig ging der Blick aber schon nach vorne. Die Pause sei zwar dringend nötig, doch die Planungen laufen. „Wir werden in den nächsten Wochen das eine oder andere ankündigen. Ich denke, dass wir den kleineren Umbruch gut meistern werden“, so Herget.
Auch Eichenzells Trainer Heiko Rützel freut sich erstmal auf die Sommerpause, fügte nach dem wilden 4:4 aber noch an, „dass wir auf eine starke Rückrunde nochmal ein gutes Ergebnis gesetzt haben. Am Ende war es denke ich gerecht, beide hatten große Chancen“. Als „schönes Zeichen“ wertete er die Geste der Mannschaft mit der Binde an Sang.
Sportlich ging es um nicht mehr allzu viel, Rützel erklärte, „dass man natürlich gemerkt hat, dass beide defensiv vielleicht nicht mi der letzten Ernsthaftigkeit dabei waren. Aber wir haben die Saison nicht austrudeln lassen und es zu Ende gebracht“. Auf Seiten seiner Britannia war Philipp Pfeiffer der einzige Akteur des Abends, der doppelt traf.
Herget hingegen hätte sich gar einen Sieg gewünscht, „denn wir waren gerade in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, und über 70 Minuten etwas aktiver. Wir waren sehr gut in Bewegung und haben den formstarken Gegner damit vor Probleme gestellt. Denkbar ungünstig war der Start, aber wir haben – selbst wenn es um nichts mehr ging – Charakter gezeigt, Fußball gespielt und bis zum Schluss geackert“. Das wertete der Fuldaer Trainer „wichtiger als das Ergebnis“.
Barockstadt II: Dornbusch; Hör (87. Tesfay), Trabert, Fuchs, Banh, Liebermann (76. Novakovic), Bernges, Arnold (61. T. Hartwig), Ma. Poch (83. Trier), Sonnenberger, Me. Poch (43. Schlager).
Eichenzell: Jäckel; Nitz, Dugan, Pfeiffer, Milenkovski (77. Lazarus), Fuchs (77. Röhrig), Ludwig (60. Götze), Sawatzky (60. Heil), Fröhlich, Bardhushi, Sang.
Schiedsrichter: Christian Steib (Dortelweil)
Tore: 0:1 Johann Fuchs (6.), 1:1 Jean Luca Trabert (8.), 2:1 Cian-Nam Banh (20.), 2:2 Jonas Nitz (34.), 3:2 Peter Liebermann (65.), 3:3 Philipp Pfeiffer (68.), 4:3 Marlon Poch (79.), 4:4 Philipp Pfeiffer (85.)
Zuschauer: 150
