Projektleiterin Tina Groth-Müller zeigte sich mit Blick auf das gesamte Wochenende durchaus optimistisch gestimmt: „Angesichts des Wetters sind wir doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, betonte sie. Besonders freue sie sich natürlich über den sonnigen letzten Tag. Das Feedback der Aussteller sei jedoch unterschiedlich ausgefallen: Manche hätten trotzdem sehr gut verkauft, andere – besonders Anbieter von Sommermode – hätten unter den Bedingungen gelitten. Viele Austellerinnen und Austeller hätten gleichzeitig überrascht festgestellt, dass trotz des schlechten Wetters auch an den verregneten Tagen zahlreiche Gäste gekommen seien. So sei auch das Echo der Besucherinnen und Besucher gut ausgefallen, besonders der Schaugarten und das neue Arrangement der Koppel seien gelobt worden. „Wir haben rund 20 Prozent neue Aussteller, das haben wir auch bewusst so gewählt, damit wir immer wieder frische Impulse setzen können“, berichtete Groth-Müller.
Die Anbieter von Essen und Getränken konnten einen drastischen Unterschied im Vergleich der Tage sehen: „Am Donnerstag waren wir positiv überrascht, wie viele Besucherinnen und Besucher trotz des Wetters da gewesen sind“, berichtete Sven Nelles von Nelles Catering. Der Freitag sei jedoch eine „mittelschwere Katastrophe gewesen“, da die Menschen bei Regen keine Verweildauer hätten. Im Gegensatz dazu seien am Wochenende die Stände der Gastronomie oft überrannt gewesen, wobei die Geduld der Gäste oft gefordert gewesen sei. „Insgesamt ist es aber ein wirklich schönes Gartenfest mit einer großartigen Auswahl an Ständen, abwechslungsreicher Gastronomie und wunderschöner Gestaltung durch das neue Team.“ Auch Martin Rath, Inhaber von The Moccamaker, zeigte sich begeistert: „Für das wirklich kalte Wetter waren erstaunlich viele und äußerst nette Menschen hier.“ Nach 24 Jahren auf dem Gartenfest könne er einen aussagekräftigen Vergleich ziehen, somit seien Samstag und Sonntag aus Sicht des Wetters „perfekt für ein Gartenfest“ gewesen. Er zeigte sich zuversichtlich, am Sonntag die Verluste der ersten beiden Tage ausgleichen zu können.
„Normalerweise ist der erste Tag der stärkste Tag für den Verkauf“; erklärte Marietta Hildebrand von RosenPark Dräger. Somit sei das diesjährige Fest ein deutlicher Unterschied zu den Vorjahren. „Wenn die Sonne scheint, merkt man deutlich, dass die die Kauflaune einfach größer ist. Im Großen und Ganzen gehen wir trotzdem zufrieden aus dem Wochenende raus“, so Hildebrand. Etwas zurückhaltender fiel die Bilanz bei dem Obstbrand-Anbieter Ladislaus Boldizar aus: Das Wochenende sei „durchwachsen wie das Wetter“ gewesen. So hätte er deutlich eine allgemeine Kaufzurückhaltung gespürt. Ähnlich blickte auch Theresa Euler von Wohnlust auf das Fest zurück. Trotzdem dürfe man nicht vergessen, „wie viel auch die Werbung noch im Nachgang bewirken kann.“
