Die 90 Minuten waren spannend bis zum Schluss: Erst durch einen Treffer in der 90. Minute rettete sich Favorit Hessen Kassel ins Elfmeterschießen. Zuvor kämpfte sich die TSG nach einem 0:1-Rückstand in der zehnten Spielminute zurück und führte bis kurz vor dem Abpfiff mit 3:2. Am Ende behielten die Osthessinnen vom Punkt aus den Nerven und verwandelten alle Strafstöße. Der Jubel kannte danach keine Grenzen und die TSG feierte ihren verdienten Einzug ins Hessenpokal-Finale.
„Am Ende gehört es dazu, dass du arbeiten und sehr viel laufen musst – und das haben wir getan“, sagte TSG-Trainer Julian Treidler erleichtert. Nach dem ersten verwandelten Handelfmeter durch Lena Großer nach einer guten halben Stunde zum 1:1 gingen beide Teams mit einem Unentschieden in die Kabine. Der zweite Durchgang hatte dann einiges zu bieten. Nach knapp einer Stunde ging die TSG durch Jana Bott (57.) mit 2:1 in Führung. Innerhalb von wenigen Minuten glich Hessen Kassel zum 2:2 aus, ehe Verena Faulstich nach einer starken Parade von Leonie Pottek gegen den noch besseren Schlenzer von Jana Bott richtig stand und im Gegenzug wieder auf 3:2 stellte. „Uns war klar, dass wir immer mehr machen müssen als der Gegner. Wir haben das Spiel lange offengehalten und am Ende all unsere Elfmeter verwandelte“, zeigte sich Treidler stolz über die Leistung seiner Mannschaft.
Mit dem Sieg löste Lütter das Finalticket für den 13. Juni in Marburg. Der Finalgegner wird am Mittwoch, 27. Mai, im Halbfinale zwischen den Hessenliga-Konkurrenten SF/BG Marburg und SC Dortelweil ermittelt.
Lütter: Schaab; Beck, Bahr, Reith, Großer, Schöppner, Klaus, Dechant, Faulstich, Bott, Pompetzki.
Tore: 0:1 Lisa Maier (10.), 1:1 Lena Großer (33., Handelfmeter), 2:1 Jana Bott (57.), 2:2 Sharon Braun (68.), 3:2 Verne Faulstich (69.), 3:3 Hanna Kuntze (90.)
Zuschauer: 150
Elfmeterschießen: Lena Großer, Verena Faulstich, Janine Dechant, Emilie Reith, Jana Bott - Johanna Hildebrandt, Arlene Rühmer, Leticia Pfaff.
