„Natürlich wollten wir mit einem Sieg die Hessenliga-Saison beenden, das hatten wir uns fest vorgenommen“, sagte TSG-Trainer Jürgen Auth, warnte aber zuvor schon vor Großenenglis: „Sie haben eine starke Rückrunde gespielt und auch gegen Marburg nur 0:1 verloren. Wir wussten, was uns erwartet“. Statt auf einen Kunstrasen ging es diesmal auf einen Rasenplatz, der etwas holprig war, doch das war Lütter nicht unrecht. Doch aus den eigenen Chancen machten die Gäste nichts und wurden prompt mit dem 0:1 bestraft. Der Gegentreffer kurz vor der Pause war dazu bei einem Fehlpass quer vor dem eigenen Tor noch selbst verschuldet.
Im zweiten Durchgang galt das Motto „Noch nichts verloren“, wie Auth der Mannschaft klarmachte. Doch die Köpfe blieben teilweise unten, die Einstellung passte dem Coach nicht ganz. „Es war natürlich auch super heiß, aber der Gegner hatte dieselben Bedingungen“, so Auth. Beim 0:2 verteidigte Lütter dann etwas „lethargisch“, und auch das 0:3 sei ein „Geschenk“ gewesen, hier gab es ein Missverständnis in der TSG-Defensive. So war auch der Treffer von Janine Dechant in der Nachspielzeit nicht mehr als Ergebniskosmetik. Eine Spielerin von Großenenglis flog dann sogar noch vom Platz, weil sie Lena Grosser stoppte, die alleine auf dem Weg zum Tor war. „Das tut mir auch etwas leid für die Gegnerin an so einem letzten Spieltag – das war nicht nötig“, so Auth. Nun richtet Lütter den Fokus auf das Hessenpokal-Endspiel in drei Wochen in Marburg – und trainiert von jetzt an weiter durch. „Mit 110 Prozent“, versicherte der Coach.
Lütter: Lohmann; Beck, Jordan, Reith, Hahn, Grosser, Maikranz, Dechant, Faulstich, Bott, Pompetzki (Martin, Lorenz).
Tore: 1:0 Jana Schwaab (42.), 2:0 Janine Dülger (76.), 3:0 Sophie Trost (82.), 3:1 Janine Dechant (90.+1)
Rote Karte: Großenenglis (90.+2) – wegen Notbremse
