Sport 03.05.2026

Frauen-Hessenliga – Pilgerzell triumphiert im Derby - Lütter verliert

Osthessen (pk/sim) – Die Fußballerinnen der TSG Lütter mussten eine bittere Niederlage in der Frauen-Hessenliga hinnehmen. Das Team verlor auswärts kurz vor Schluss mit 3:4 (3:2) gegen den TSV Klein-Linden. Im Osthessenderby setzte sich zeitgleich das Schlusslicht der Liga, der TSV Pilgerzell, mit 3:0 (0:0) gegen die SG Barockstadt durch.

Leonie Gruner (in der Luft) und die Frauen des TSV Pilgerzell konnten sich über den Derbysieg freuen. Foto: Christine Görlich

TSV Klein-Linden – TSG Lütter 4:3 (2:3)

Ein Doppelschlag von Anna Efimenko in den letzten zehn Minuten vermieste der TSG Lütter das Spiel und unter Umständen auch die Chance auf die Meisterschaft. Dabei fing es für die Mannschaft von Julian Treidler gut an: Lena Grosser traf nach sechs Minuten zum 1:0 nach einer Freistoßflanke, ehe nur sechs Minuten später Nila Spilke nach einer Ecke auf 2:0 erhöhte.

„Wir haben leider postwendend nach unserem zweiten und dritten Tor die Gegentreffer bekommen“, bilanzierte Treidler. So war es in der 13. Minute Antonia Rau, die den Anschlusstreffer herstellte. Die TSG Lütter fand jedoch eine schnelle Antwort durch Verena Faulstich, die in der 20. Minute auf 3:1 stellte. Wieder nur eine Minute später war es jedoch erneut Antonia Rau, die auf 2:3 verkürzte – gleichzeitig der Halbzeitstand.

In der Schlussphase drehte schließlich der Doppelpack von Anna Efimenko das Spiel und besiegelte die Niederlage für die TSG. Das entscheidende 3:4 fiel zudem durch einen Konter. „Da waren wir zu blank“, so Treidler kritisch. „Heute war es extrem bitter“, resümierte der Trainer abschließend. Seine Mannschaft steht nun drei Punkte hinter dem Tabellenführer SF BG Marburg.

Lütter: Lohmann; Beck, Bahr, Jordan, Reith, Spilke, Grosser Schöppner (73. Dechant), Klaus, Faulstich (46. Martin), Bott

Tore: 0:1 Lena Grosser (6.), 0:2 Nina Spilke (12.), 1:2 Antonia Rau (13.), 1:3 Verena Faulstich (20.), 2:3 Antonia Rau (21.), 3:3 Anna Efimenko (82.), 4:3 Anna Efimenko (88.)

 

TSV Pilgerzell – SG Barockstadt Fulda-Lehnerz 3:0 (0:0)

Im Osthessenderby setzte sich der TSV Pilgerzell am Ende deutlich durch, auch wenn die Partie lange ausgeglichen verlief. Beide Mannschaften kamen zu Chancen, ehe Pilgerzell in der Schlussphase zuschlug. „Das ist eine große Belohnung für die Mühe, die die Mädels investiert haben – und das dann im Derby“, sagte Trainer Knut Seuring. „Das Spiel war lange ausgeglichen, beide Teams hatten ihre Möglichkeiten. Wir haben dann zum richtigen Zeitpunkt das Tor gemacht.“ Mit zunehmender Spielzeit wurde Pilgerzell stärker und nutzte seine Chancen konsequent. „Die Tore zum 2:0 und 3:0 waren ein wichtiger Entwicklungsschritt. Wir haben sie gut herausgespielt – einmal über die Seite vorbereitet, einmal nach einer starken Balleroberung schnell umgeschaltet“, so Seuring.

Besonders hob der Trainer die Leistung über die gesamte Spielzeit hervor: „Was uns ausgezeichnet hat, war die Konstanz über 90 Minuten und der Wille, den wir auf den Platz gebracht haben. Das war wichtig für die Mädels, um zu sehen, was möglich ist, wenn sie das durchziehen.“ Der Derbycharakter habe dabei zusätzlich geholfen: „Ein Derby kitzelt immer noch ein paar Prozent mehr heraus. Am Ende können wir zufrieden sein, das Ergebnis geht in Ordnung.“

Pilgerzell: Kröhling; Barth, Leonangeli (82, Schneider), Happ, Steinert, Lüdtke, Schad (46, Peifer), Gruner, Barth (33, Rumpf), Wilde, Ilic

Fulda-Lehnerz: Büchel; Schulte, Herzig, Schmidt, Kolbe, Ostertag, Willmer, Schlott (12, Herbert), Krug (66, Volland), Dangel, Hohmann (64, Eckard)

Tore: 1:0 Senka Illic (75.), 2:0 Emilia Barth (90.+3), 3:0 Xenia Lüdtke (90.+6)