„Wir haben unser traditionelles Vatertagsfest dieses Jahr mit dem Jubiläum der Jugendfeuerwehr kombiniert“, erklärt Jugendwart Pascal Stübiger im Gespräch mit der Osthessen-Zeitung. Gemeinsam mit Dominik Hörl und Tobias Böhm habe er die Organisation übernommen. Statt eines klassischen Jubiläumsprogramms mit langen Ehrungen und offizieller Feier habe man sich bewusst für einen lockeren Rahmen entschieden. „Wir wollten kein typisches Jubiläum draus machen, sondern eher etwas Offenes.“
Zwar waren auch Bürgermeister Johannes Rothmund, Ortsvorsteher Holger Breithecker und weitere Gäste eingeladen, doch große Festreden blieben bewusst aus. Stattdessen wurde kurz begrüßt, ein paar Worte gesprochen – und anschließend stand das Miteinander im Mittelpunkt. „Die Offiziellen waren kurz vorne, haben etwas gesagt und dann war’s das auch schon“, erzählt Stübiger.
Rund um das Bürgerhaus herrschte den ganzen Tag über reger Betrieb. Während Eltern bei Getränken und Essen zusammensaßen, zog es die Kinder immer wieder zu den Spielstationen. Besonders beliebt: die kleine Löschstation im Außenbereich und das Feuerwehrfahrzeug, das offen zugänglich war. Immer wieder kletterten Kinder hinein, probierten Sitze aus oder schauten neugierig in die Technik.
Drinnen wartete zusätzlich ein großer Spielebereich für kleinere und größere Kinder sowie Kaffee- und Kuchenverkauf. Insgesamt wirkte das Fest weniger wie eine offizielle Jubiläumsveranstaltung – und mehr wie ein unkomplizierter Treffpunkt für Familien, Feuerwehrleute und die Dorfgemeinschaft, der insgesamt sehr gut angenommen wurde.
Dabei hatte die Feuerwehr ursprünglich sogar deutlich mehr geplant. Wegen der unsicheren Wetterlage wurde das Programm kurzfristig abgespeckt. „Wir wollten eigentlich viel mehr draußen machen“, sagt Stübiger. Unter anderem sei eine größere Fahrzeugausstellung mit der Feuerwehr Fulda und dem THW geplant gewesen. Aufgrund der Wettervorhersagen seien diese Programmpunkte jedoch verschoben worden – auf die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses.
Umso zufriedener zeigen sich die Verantwortlichen mit dem Verlauf. Nachdem der bereits veranstaltete Lichterabend am Mittwoch eher verhalten besucht gewesen sei, habe sich das Bild an Vatertag deutlich verändert. „Heute wird’s überraschend gut angenommen – vor allem von vielen kleinen Kindern“, sagt Stübiger.
Und tatsächlich: Überall auf dem Gelände sind lachende Gesichter zu sehen. Kinder laufen mit kleinen Wasserspritzen über den Hof, Eltern unterhalten sich an Bierbänken, Feuerwehrkameraden koordinieren Essen, Spiele und Technik. Die Stimmung wirkt entspannt, familiär und herzlich. „Wir sind wirklich zufrieden“, sagt Stübiger und lacht. „Und solange unser erster Vorsitzender noch mit strahlendem Gesicht rumläuft, ist alles gut.“
