Sportlich hatte die Begegnung einiges zu bieten, für beide Teams geht es immerhin noch um wichtige Punkte. Doch in der 33. Minute rückte das Sportliche schnell in den Hintergrund. Beim Spielstand von 1:1 spielte sich Bellings/Hohenzell nach vorne, Zellmann bekam auf der rechten Außenbahn den Ball und legte ihn sich vor, allerdings etwas zu weit. In einem Zweikampf mit Rothemanns Innenverteidiger Eric Larbig fielen beide Spieler zu Boden, wobei Zellmann unglücklich auf dem Ellenbogen aufkam. „Das war komplett unglücklich und passiert sicherlich zehn Mal im Spiel“, sagte SGBH-Spielertrainer Luca Gaul. In der Folge unterbrach der Unparteiische Peter Rehmet die Partie und schickte die Teams vorzeitig in die Halbzeit, mit der Erklärung, die restliche Spielzeit anschließend nachspielen zu lassen.
Nach der Erstuntersuchung im Rettungswagen wurde Zellmann anschließend mit einem Helikopter ins Klinikum Fulda geflogen. Wie schwer Zellmanns Verletzung ist, ist Stand Sonntagabend noch nicht bekannt, es stehe allerdings eine Operation im Raum. „Die Jungs und ich waren in der Kabine sehr aufgewühlt“, so Gaul. In der Halbzeit suchte Rothemann-Trainer Dirk Odenwald das Gespräch mit dem Gäste-Trainer. „Wir haben dann besprochen, dass wir das Spiel wiederholen und es nicht weiterführen“, erklärte Gaul, der nur lobende Worte für den Unparteiischen und die Gastgeber übrighatte: „Der Schiedsrichter hat es wirklich sehr gut moderiert. Und auch ein Riesenkompliment an Rothemann, sie waren wirklich sehr kooperativ“.
