Barockstadt-Trainer Darius Giemza betont: „Wir sind die letzten, die kampflos irgendwas herschenken wollen“. Doch der Termin in den Ferien und der ohnehin enge Zeitplan machen seinem Team zu schaffen, zumal nach Regularien auch am 1. April der Regionalpokal-Sieger beim Verband gemeldet sein muss. Im Lager der TSG sind die Beweggründe nachvollziehbar, wie Trainer Jürgen Auth erklärt: „Gerade unter der Woche ist es schwierig, Termine zu finden. Die Mädels arbeiten, und in den Ferien kommen jetzt noch Urlauberinnen dazu. Ich verstehe, dass das nicht einfach ist.“
Insgesamt gingen so nur drei von bisher sieben Spielen des Wettbewerbs über die Bühne, der Rest wurde gewertet. Nun kommt das Endspiel als Wertung hinzu, für das sich die personelle Lage aufgrund der Ferien weiter zugespitzt habe: „Wir haben alles versucht, es zu verlegen. Fairerweise hat Lütter es auch versucht, möglich zu machen. Aber sie haben auch Termindruck im Meisterschaftskampf, das will man sich auch nicht zerschießen“, erläutert Giemza. Bei der SGB sei der Kader aufgrund von Urlauberinnen noch dünner als ohnehin schon, schildert der Barockstad-Coach: „Wir haben viele Schülerinnen oder Mütter, die sich alle auf so ein Spiel freuen. Aber ich kann ja keinen zwingen, einen Urlaub zu stornieren“.
Hinzu kommen Schichtarbeiterinnen oder Studentinnen, die es auch schon schwer hatten, sich das Mittwochsspiel vergangene Woche in Eiterfeld einzurichten, das die SGB 6:0 gewann. „Es ist einfach schade, dass so ein Finale jetzt nicht stattfinden kann. Natürlich macht das keiner absichtlich, aber vielleicht sollte man sich über die Terminierungen mal Gedanken machen“, sagt Giemza, ohne die Verantwortlichen kritisieren zu wollen: „Wir als Verein müssen das natürlich genauso ernst nehmen“. Seine Alternativen, weil auch aus der zweiten Mannschaft kaum jemand da ist, wären allerdings zwei Torhüterinnen im Feld gewesen. „Nur damit das Spiel stattfindet – das kann eigentlich auch nicht Sinn der Sache sein“, meint Giemza offen.
Lütter hingegen hätte gerne gespielt, zumal die TSG sich nun Regionalpokalsieger nennen darf, ohne ein einzige Partie bestritten zu haben. „Es ist schade, dass keine Spiele zustande gekommen sind. Gerade gegen die Barockstadt hätten wir uns sehr gefreut, das sind immer Highlight-Spiele und hat echten Derbycharakter. Dennoch wünschen wir der SGB natürlich alles Gute für den restlichen Saisonverlauf.“
