Nicht ganz geräuschlos ging die Trennung im Mädchenbereich zwischen der SG Barockstadt und dem TSV Pilgerzell über die Bühne: Die Mannschaft holte zwar trotz mehrerer Trainerwechsel in der Saison den Hessenliga-Titel, doch nach einem gemeinsamen Jahr war bereits Schluss. Der TSV Pilgerzell zeigte sich im Nachgang etwas überrascht von fehlender Kommunikation: „Wir haben über die Auflösung im Endeffekt durch die Presse erfahren“, sagt Gianni Leonangeli aus dem Pilgerzeller Vorstand. „Das ist auch okay, manchmal trennt man sich im Leben. Aber es geht weiter – nicht allein, sondern mit Lütter“, kündigt er an: „Wir haben bisher sehr gute Gespräche geführt und bewegen uns auf Augenhöhe. Wir sind guter Dinge, dass wir gemeinsam eine Jugend im Mädchenbereich aufbauen können“.
Problematisch und heikel zugleich ist die Situation bezüglich der Ligazugehörigkeit: Pilgerzell war in der MSG der federführende Verein in der abgelaufenen Saison, und der TSV gehe nun davon aus, dass die SG Barockstadt in die Verbandsliga der Mädchen zurückgeht: „Sonst wären sie wohl vorher auf uns zugekommen und hätten um die Zustimmung gebeten“.
Pilgerzell würde den Platz natürlich gerne behalten – doch für Hessenliga mit der neuen SG braucht es nun die Zustimmung der SG Barockstadt, die laut Pilgerzell bisher auf schriftliche Nachfrage nicht erfolgt sei.
So oder so laufen die Planungen am Andreasweg und am Sauerbrunnen aber bereits auf Hochtouren: Mit zwei Sichtungstrainings sollen weitere Spielerinnen dazugewonnen werden. Diese finden statt am Donnerstag, 18. Juni, in Pilgerzell, und am Montag, 22. Juni, in Lütter (jeweils 18 Uhr). Die beiden Vereine freuen sich auf viele interessierte Mädchen der Jahrgänge 2010 bis 2013.
