Gerade mal einen Monat ist das 0:3 im Hessenpokal-Endspiel gegen BG Marburg her, da absolvierte die TSG schon wieder das erste Testspiel der Vorbereitung. Es war torreich: 5:4 gewann Lütter gegen die Würzburger Kickers. Bis dato hatte das Trainerteam aus Julian Treidler und Carsten Peikert aber erstmal nur lockeres Training auf freiwilliger Ebene angeboten. „Wir versuchen jetzt, uns in den nächsten Wochen in allen Bereichen weiterzuentwickeln“, sagt Treidler, der mit Peikert einen neuen Mann an der Seite hat. Beide agieren als Trainerteam, teilen sich Aufgaben und Einheiten gut auf. „Natürlich wollen wir ihm auch die Möglichkeit geben, die Mannschaft richtig kennenzulernen. Und wir wollen die neuen Spielerinnen einbauen, was in Lütter in der Vergangenheit aber immer gut geklappt hat“, ist Treidler zuversichtlich.
Peikert betreute das Team beim ersten Test und absolviert parallel noch die B-Lizenz, die er bestenfalls bis Mitte August abgeschlossen hat. Er freut sich: „Der Einstieg hier war sehr leicht für mich, ich bin super aufgenommen worden und habe damit schon mal die richtige Entscheidung getroffen“, so der ehemalige Petersberger Jugend-Trainer: „Wir haben eine neue Spiel-Idee, die die Mädels im Spiel schon gut umgesetzt haben. Es waren auch mehr Tore möglich, aber hinten haben wir auch individuelle Fehler gemacht. Das ist aber normal“.
Mit frischen Ideen im Training will die TSG sich bestens auf die neue Saison vorbereiten, in der Top-Torjägerin Verena Faulstich (17 Saisontreffer) bekanntlich nicht mehr dabei ist. Daher stapelt Treidler auch (erstmal) tiefer: „Wir wollen genügend Punkte sammeln, um sicher zu sein. Wenn das gut läuft und man in einen Flow kommt, wollen wir uns natürlich wieder in Richtung der Top Fünf orientieren“.
Der vorläufige Spielplan ist bereits raus: Am 15. August soll Lütter mit einem Auswärtsspiel bei Aufsteiger Allendorf/Eder starten, ehe zwei Heimspiele gegen Klein-Linden und Bornheim warten. Doch mit der SG Haitz, die aus der Regionalliga kommt, und Wetzlar, das ein schwieriges Jahr hinter sich hat, sind zwei große Namen zurück in der Hessenliga, dazu startet auch Meister BG Marburg weiterhin auf Landesebene. „Kassel schickt, statt eine zweite Mannschaft, jetzt mehr eine U23 ins Rennen“, ergänzt Treidler noch und ist sich sicher: „Da wird viel Qualität vorhanden sein, die Liga hat spielstarke Mannschaften und ist sehr attraktiv“. Die Ziele habe die TSG aber fest im Blick, und Neu-Coach Peikert betont: „Die Mannschaft ist intakt, viele spielen schon jahrelang zusammen. Wir werden viel über unsere starke Gemeinschaft kommen“.
