Interessant war vor allem die Auslosung der Relegationen, die die Verantwortlichen vorgenommen hatten und den Vereinen kommunizierten: An denselben Tagen finden die Hin- und Rückspiele sowie Endspiele der Relegationen zur Hessenliga und zur Verbandsliga Nord statt. Aktuell würde die SG Bad Soden erneut als Vizemeister teilnehmen, ausgelost als Halbfinal-Gegner wurde der Vertreter der Verbandsliga Süd (aktuell RW Frankfurt), wobei der Nord-Vertreter zuerst auswärts ran muss. Die Relegation zur Verbandsliga Nord führt den Vertreter der Gruppenliga Fulda (aktuell TSV Künzell) zuerst zum Vertreter der Kassel 2-Staffel (aktuell Tuspo Rengershausen). Die Endspiele am 10. Juni finden wieder auf neutralem Boden statt.
Klassenleiter Matthias Schmelz klärte nochmal über Auf- und Abstiegsregelungen auf: 17 ist die Richtzahl auch für die kommende Saison. Es gibt einen Aufsteiger und einen Releganten nach oben, sowie maximal fünf Direktabsteiger und einen Relegations-Teilnehmer nach unten. Stand Mitte Januar rechnete Schmelz vor – beginnend mit Ulm in Liga drei, über Alzenau in der Regionalliga bis Weidenhausen in der Hessenliga – dass Eichenzell, Hofbieber und Johannesberg absteigen müssten und Vellmar in die Relegation gehen würde.
Bereits bekannt war, dass Bad Soden und Johannesberg jeweils einen Punkt Abzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Pflichtsolls bekommen. Abzüge wegen fehlenden Unterbaus gibt es in der Nord-Staffel in diesem Jahr keine.
Am 28. Februar stehen indes die ersten Restrunden-Spiele an. Aus osthessischer Sicht haben Eiterfeld/Leimbach und Eichenzell eine Woche länger Pause als der Rest. Der FSV Dörnberg, der wie Calden/Meimbressen in der Runde fehlte, hatte wiederum vorab angeregt, den letzten Spieltag auf Samstag, 30. Mai vorzuverlegen. In den Rückmeldungen habe es kein einheitliches Bild gegeben, so Schmelz – die Spiele mit sportlicher Relevanz sollen damit am Sonntag, 31. Mai steigen. Dies hinterfragte Berthold Helmke vom SV Steinbach angesichts der Pause bis zum Start in die Relegation – der Klassenleiter erklärte jedoch, dass aufgrund der Platzbelegung ein Samstags-Termin für andere ungünstig wäre.
Lob vom Sportgericht
Während der Bericht für das Schiedsrichterwesen ausfiel (Klaus Holz ließ sich entschuldigen), ließ es sich Horst Holl auch an seinem Geburtstag nicht nehmen, die Verbandsligen und ausdrücklich die Nord-Staffel von sportgerichtlicher Seite zu loben: Nur 70 Fälle habe das Sportgericht der Verbandsligen bisher in rund 450 Partien insgesamt auf dem Tisch gehabt, darunter nur eine Tätlichkeit. Der Norden sticht außerdem „vorbildlich“ heraus, hier gab es nur 20 der 70 Fälle. „Diese Liga zu begleiten, ist ein Traum“, so Holl. Der Einzelrichter ging anschließend nochmal auf einen aktuellen Fall aus Osthessen ein, bei dem ein Trainer bei seinem Team aushalf, ohne eine gültige Spielberechtigung zu haben: Er sei aus gutem Willen eingesprungen, da der elfte Spieler erst verspätet kam. Der zuständige Einzelrichter habe geurteilt, die Kammer hätte das Urteil aufgehoben, dann schaltete sich der Verband ein und legte Rechtsmittel ein. Mit Erfolg: Auf den Verein kommen nun drei Punkte Abzug zu.
Drohnen-Unfall bei Freundschaftsspiel
Matthias Schmelz kam außerdem noch auf die Karten-Statistiken zu sprechen, die etwa auf Vorjahresniveau liegen. Aber: Von den 32 Gelben Karten gegen Offizielle sammelten Vellmar und Johannesberg jeweils sieben. „Da kann man nicht mehr von einem emotionalen Ausbruch über eine Spielszene als Einzelfall sprechen“, mahnte Schmelz. Ganz aktuell verwies er noch auf einen aktuellen Vorfall, bei dem eine Drohne zur Spielbeobachtung eingesetzt worden sei, die abstürzte und eine Schiedsrichter-Assistentin bei einem Testspiel verletzte. Der Verbandsfußballwart legte den Vereinen die gesetzlichen Bestimmungen ans Herz und kündigte außerdem ein Rundschreiben zum Thema an: „Mein Verständnis für sowas hält sich in Grenzen“. Bei Verstößen könne der Platzeigner handeln, und sollte dieser selbst verstoßen, könnten gar Zuschauer oder der Schiedsrichter die Polizei informieren.
Nach rund 35 Minuten war die Sitzung beendet, der von Verbandsseite noch Hartmut Schwöbel und Rainer Schmidt beiwohnten. Start der neuen Saison soll übrigens der 1./2. August werden. Und als Verbandsfußballwart betonte Schmelz erneut, dass eine Spielklassenreform zeitnah angestrebt ist – damit würden der „Rattenschwanz“ und das jährliche Rechnen im Abstiegskampf Geschichte sein.
Relegation zur Hessenliga:
Do., 4. Juni 2026
VL Mitte – Hessenliga
VL Süd – VL Nord
So., 7. Juni 2026
Hessenliga – VL Mitte
VL Nord – VL Süd
Mi., 10. Juni 2026
Finale auf neutralem Platz
Relegation zur Verbandsliga Nord:
Do., 4. Juni 2026
GL Kassel 2 – GL Fulda
VL Nord – GL Kassel 1
So., 7. Juni 2026
GL Fulda – GL Kassel 2
GL Kassel 1 – VL Nord
Mi., 10. Juni 2026
Finale auf neutralem Platz
Die ersten Spiele nach der Winterpause:
Sa., 28. Februar
Flieden – Steinbach
Calden/Meimbressen – Wolfhagen
Bad Soden – Hofbieber
So., 1. März
Johannesberg – Wabern
Hessen Kassel II – Dörnberg
Barockstadt II – Lichtenau
Klei/Hun/Doh – Willingen
Sa., 7. März
Flieden – Lichtenau
Bad Soden – Wabern
Klei/Hun/Doh – Calden/Meimbressen
Eiterfeld/Leimbach – Willingen
So., 8. März
Barockstadt II – Dörnberg
Johannesberg – Vellmar
Eichenzell – Steinbach
Hessen Kassel II – Wolfhagen
