Sport 11.02.2026

Testspiel – „Komplett eingebrochen“ – SGF schlägt Eichenzell deutlich

Freiensteinau (jah) – Das hat sich die Britannia sicherlich anders vorgestellt: Im ersten Testspiel in der Vorbereitung auf die Restrunde in der Fußball-Verbandsliga mussten sich die Eichenzeller mit 2:6 (1:4) bei der klassentieferen SG Freiensteinau geschlagen geben. Der Start in die Partie verlief für die Elf von Heiko Rützel und Marc Röhrig dabei sogar vielversprechend – dann folgte allerdings ein kaum zu erklärender Einbruch.

Mike Gaul konnte mit dem Ergebnis seines Teams mehr als zufrieden sein. Foto: Christine Görlich

„Wir haben das in den ersten 25 Minuten wirklich gut gemacht, haben den Ball gut laufen lassen und uns gut bewegt“, erläuterte Marc Röhrig: „Das 1:0 war entsprechend verdient und wir hatten noch ein oder zwei weitere Chancen in der Anfangsphase.“ Was dann allerdings folgte, ließ auch Röhrig einigermaßen konsterniert zurück: Freiensteinau traf durch Yannik Schell zum Ausgleich, und Eichenzell brach von jetzt auf gleich komplett ein: „Nach dem 1:1 sind wir wirklich von hundert auf null eingebrochen und kassieren innerhalb von 15 Minuten vier Dinger“, haderte Röhrig: Natürlich dürfen wir nicht vergessen, dass wir das erste Mal auf dem Platz standen, aber über diese Dinge müssen wir sprechen, so funktioniert es nicht. Auch wenn es nur ein Testspiel war, Verteidigen kannst du immer.“

Mike Gaul auf der anderen Seite war, wenig verwunderlich, äußerst zufrieden mit dem Auftritt seines Teams, erkannte aber auch an: „Eichenzell hat uns in den ersten 20 Minuten eingeschnürt und uns laufen lassen. Da hätte durchaus das 0:2 fallen können.“ Für den Einbruch der Britannia hatte auch der SGF-Coach keine Erklärung, lobte aber auch sein Team: „Wir haben uns nach dem Ausgleich dem schnellen Spiel angepasst, die Räume enger gemacht und uns die Tore in der ersten Halbzeit schön herausgespielt. Bei Eichenzell wirkte es, als wäre der Stecker gezogen, da ging plötzlich gar nichts mehr.“

Entsprechend auch der 4:1-Pausenstand zugunsten der Gastgeber, die sich im zweiten Durchgang dann auf einige Kontersituationen beschränkten: „Da haben wir es gut verwaltet, noch einzelne Konter gesetzt. Eichenzell wurde gerade zwischen Minute 60 und 70 wieder aktiver, wir haben es aber auch gut wegverteidigt“, lobte Gaul, der das Resultat dennoch nicht überbewerten will: „Natürlich gehen wir mit einem mehr als guten Gefühl aus dem Match. Aber man muss die Kirche im Dorf lassen. Es war ein Test, nicht mehr und nicht weniger.“ Auch Röhrig erkannte die Leistung des Gegners an: „Fairerweise muss man wirklich sagen: Freiensteinau hat das gerade im Spiel nach vorne gut gemacht.“

Freiensteinau: Hohmann; Schneider, Kneifl, Hohmann, Krieg, Schell, Stribrny, Kreß, Eckl, Thomä, Kress (Müller, Voland, Janka, Hausmann)

Eichenzell: Grösch; Nitz, Dugan, Milenkovski, Ludwig, Heil, Götze, Jäckel, Fröhlich, Bardhushi, Sang (Jäckel, Lazarus, Fuchs, Röhrig, Mulaj)

Tore: 0:1 David Heil (12.), 1:1 Yannik Schell (27.), 2:1 Yannik Kress (32.), 3:1 Yannik Schell (37.), 4:1 Mika Thomae (43.), 5:1 Sebastian Krieg (65.), 5:2 Johann Fuchs (75.), 6:2 Kevin Stribrny (87.)