Lokales 24.08.2026

Stadt Fulda und Kommunen: Wasserversorgung bleibt angespannt

Fulda (pm/pf) – Die Versorgungslage mit Trinkwasser in der Region ist nach wie vor angespannt. Die Gefahrenabwehrverordnungen der Stadt Fulda sowie der Gemeinden Petersberg, Eichenzell und Ebersburg, die Haushalte und Unternehmen zum konsequenten Wassersparen anhalten, bleiben deshalb in Kraft.

Symbolfoto: Pascal Fischer

„Die Regenfälle der vergangenen Tage haben die Lage nur geringfügig entspannt. Wir müssen weiterhin konsequent Wasser sparen. Unsere Verordnungen, mit denen wir striktes Wassersparen einfordern, bleiben deshalb in Kraft“, erklären die Rathauschefs Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Bürgermeister Dag Wehner für die Stadt Fulda, Claudia Brandes für Petersberg, Johannes Rothmund für Eichenzell und Benjamin Reinhart für Ebersburg.

„Die Pumpen der RhönEnergie-Gruppe zu Grundwasserförderung laufen nach wie vor nahezu rund um die Uhr“, berichten die RhönEnergie-Geschäftsführer Martin Heun und Dr. Arnt Meyer. Sie erklären: „Die Grundwasservorräte sind stark beansprucht, die Pegelstände weiterhin sehr niedrig. Die vielen trockenen Monate und die heißen Wochen haben deutliche Spuren in den Wasserreserven im Erdreich hinterlassen. Die RhönEnergie verzeichnet deshalb weiterhin eine sehr angespannte Grundwassersituation. Ein Brunnen in der Fulda-Aue ist sogar vorübergehend trockengefallen.“

Auch die Regenfälle der vergangenen Tage konnten daran bislang nur wenig ändern. Ähnlich angespannt ist die Situation bei den Quellen: Auch hier liegen die Schüttungen weiterhin auf niedrigem Niveau. Deshalb muss nach Überzeugung der Kommunen und der RhönEnergie weiterhin Wasser gespart werden, damit die Wasserversorgung auch künftig sicher aufrechterhalten werden kann. Mit den Gefahrenabwehrverordnungen untersagen die Kommunen den Verbrauch von Trinkwasser für nicht notwendige Zwecke.

Der von den vier Kommunen ausgerufene Wassernotstand und die Sparanstrengungen der Bürgerinnen und Bürger sowie der Betriebe zeigen erste Wirkung. Gegenüber den Vorwochen konnte der Wasserverbrauch durch Einsparungen um rund fünf Prozent reduziert werden. Auch die niedrigeren Temperaturen wirken sich positiv auf den Wasserverbrauch aus. Das ist ein gutes Zeichen, reicht jedoch noch nicht aus. Hinzu kommt, dass in dieser Woche viele Unternehmen nach der Sommerpause ihre Produktion und damit auch ihren Wasserverbrauch wieder hochfahren.

Deshalb appellieren die Rathauschefs und die RhönEnergie weiterhin mit Nachdruck an alle Bürgerinnen und Bürger sowie an die Unternehmen: Bitte lassen Sie bei Ihren Sparanstrengungen nicht nach! An die privaten Haushalte: Bitte verzichten Sie insbesondere auf die Bewässerung von Gärten und verbrauchen Sie auch im Haushalt so wenig Wasser wie möglich. An die Unternehmen: Bitte prüfen Sie, an welchen Stellen in Ihren betrieblichen Abläufen auf den Einsatz von Wasser verzichtet oder der Verbrauch reduziert werden kann. Jeder eingesparte Liter hilft, die derzeit angespannte Situation zu bewältigen.

Mehr zum Thema:

Fulda, Eichenzell und Ebersburg erklären den Wassernotstand