Und wie Carsten Peikert aus dem Trainerteam der TSG konstatieren musste, „war Bornheim von Anfang an einfach galliger auf das Spiel. Sie haben uns vielleicht ein bisschen überrascht, was die bisherigen Ergebnisse nicht ausgesagt haben“. Die erste Halbzeit ging klar an die Gäste aus Frankfurt, die auch nach knapp 20 Minuten in Führung gingen. Die erste große Chance hatte gleich zu Beginn Lütter vergeben, danach spielten aber nur noch die Gäste – und TSG-Keeperin Lea Schaab verhinderte einen höheren Rückstand. Erst kurz vor der Pause kämpfte sich Lütter wieder besser rein, verpasste aber den Ausgleich.
„Die Halbzeitansprache war dann schon etwas lauter“, verriet Peikert, „aber die Mädels hatten es sich zu Herzen genommen: In der zweiten Hälfte hatten wir dann eine ganz andere Aggressivität“. Für das 1:1 sorgte Jana Bott mit einem Freistoßtor wenige Minuten nach dem Seitenwechsel, und dann folgte vielleicht die entscheidende Phase der Partie: Nach einem zu kurzen Rückpass der Bornheimerinnen kam Lütter zur großen Möglichkeit, das Spiel zu drehen, vergab die Gelegenheit aber. „Da hätte es kippen können“, ärgerte sich Peikert. Fast im Gegenzug kassierte Lütter dann ein „Kacktor“ zum 1:2 und das Momentum war wieder beim Gegner.
„Wir sind dann angelaufen, hatten unsere Chancen, aber haben dann das dritte kassiert“, bedauerte der Coach. Damit war die Messe gehalten, am Ende war das 1:4 wohl ein Tor zu hoch aus TSG-Sicht. Dennoch stand die erste Niederlage der Saison – und eine erste Halbzeit, die die schwächste bis dato in der Serie war. Spielerinnen wie Klaus oder Kuhnert fehlten Lütter zwar, doch das wollte Peikert nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir haben einen großen Kader, in dem jeder Hessenliga spielen will“.
Lütter: Schaab; Beck, Bahr, Jordan, Reith, Lorenz, Grosser, Schöppner, Blank, Ruschke, Bott (Dechant, Pompetzki, Henkel, Maikranz).
Tore: 0:1 Ayana Toyoda (18.), 1:1 Jana Bott (48.), 1:2 Louise Wiegelmann (71.), 1:3 Nola Bawidamann (80.), 1:4 Ayana Toyoda (83.)
Zuschauer: 100
