Kirche 14.04.2026

Weißer Sonntag – 13 Kinder feiern Erstkommunion in Eichenzell

Osthessen (gü/pm) – In der festlich geschmückten Kirche St. Peter und Paul in Eichenzell feierten am Sonntag 13 Kinder ihre Erstkommunion. Sie trugen lange, weiße Gewänder – ganz in der Tradition des „Weißen Sonntags“.

Foto: Christine Görlich.

Die Kinder und ihre Eltern trafen sich zunächst mit Pfarrer Guido Pasenow im Gemeindehaus. Dann zogen sie zusammen mit den Messdienern über den Hof und in die Kirche ein. Musikalisch begleitet wurde der Einzug vom Musikverein Eichenzell. In der Kirche, die zu diesem Anlass unter anderem mit weißen und gelben Luftballons dekoriert worden war, warteten bereits weitere Verwandte und Gemeindemitglieder, die bei diesem besonderen Moment dabei sein wollten.

Am „Weißen Sonntag“, dem ersten Sonntag nach Ostern, feiern vielerorts Kinder ihre Erstkommunion. In der Regel sind die Mädchen und Jungen etwa neun Jahre alt und empfangen dabei erstmals die heilige Kommunion – das „Brot des Lebens“ – und damit den Leib Christi. Mit diesem Schritt nehmen sie bewusst an der von Jesus Christus gestifteten Mahlgemeinschaft der Kirche teil. Die feierliche Erstkommunion gilt zugleich als Erneuerung der Taufe und als bewusste Eingliederung in die kirchliche Gemeinschaft. Sie zählt zu den Initiationssakramenten der katholischen Kirche.

Im deutschsprachigen Raum hat sich der Sonntag nach Ostern seit dem 17. Jahrhundert als traditioneller Termin für die Feier etabliert. Heute finden Erstkommunionfeiern jedoch auch an anderen Sonn- und Feiertagen statt. Der Name „Weißer Sonntag“ geht auf die frühe Kirche zurück: Neugetaufte trugen damals bei ihrer Aufnahme in die Gemeinschaft weiße Gewänder als Zeichen ihres neuen Lebens im Glauben.

Erstkommunion in Eichenzell. Fotos: Christine Görlich.