Lokales 03.04.2026

Tradition vor Ostern: Klappern statt Glockenläuten – Fotos gesucht

Osthessen (pf) – An Karfreitag sind die Menschen in den christlichen Teilen Osthessens wieder traditionell mit Klappergeräuschen geweckt worden: Das hölzerne Klappern ersetzt bis zu Ostern das Läuten der Kirchenglocken. Sogar trocken blieb es zum Start in den Karfreitag, der Frühling deutet sich zumindest schon mal an (update).

Klapperkinder in Eichenzell-Löschenrod. Foto: Natalia Lindt

Die Klapperkinder unterwegs in Löschenrod. Foto: Pascal Fischer

Das Klappern ist ein traditioneller Brauch im Christentum, bei dem die Kinder und Jugendlichen – meist auch die Messdiener – mit lauten Geräuschen durch die Dörfer ziehen. Der Lärm soll an die Qualen und Leiden Jesu erinnern. Die hölzernen Instrumente ersetzen das Schweigen der Glocken bis zur Osternacht. Morgens, mittags und abends, meist zu den Gebetszeiten 6, 12 und 18 Uhr, sind die Klappergruppen wieder in Osthessen zu hören.

In Eichenzell-Löschenrod beispielsweise zogen viele Kinder in mehreren Gruppen mit Gebeten und Klappern durch die Straßen, begleitet von Katechetin Lydia Heil, die bereits seit 35 Jahren dabei ist. „Wir haben ein paar Messdiener im Urlaub, deshalb haben wir bei den Kommunion-Kindern gefragt und wollen sie schon etwas ‚heranführen‘“, sagte sie. So war die Altersspanne groß, was sicher auch Pfarrer Bruno Kant zuhause gefreut hatte, der vor Kurzem 110 Jahre alt wurde und das Klappern im Ort damals mit ins Leben gerufen hatte.

In vielen Kirchengemeinden ist das Klappern eine große Tradition – wir suchen nun Ihre Eindrücke von den Gruppen, die in den Orten unterwegs sind. Schicken Sie uns Ihre Klapper-Fotos gerne in die Redaktion - per Mail an info@osthessen-zeitung.de oder per Whats-App an 0159-04145074. Wir veröffentlichen die Bilder dann gerne!

Klapperkinder in Eichenzell-Löschenrod. Fotos: Pascal Fischer