Sport 17.04.2026

Fußball-Verbandsliga – „Blut geleckt“: Eichenzell vor wegweisendem Spiel

Eichenzell (pf) – Die Wochen der Wahrheit sind längst eingeläutet, und der FC Eichenzell scheint die Kurve bekommen zu haben. Doch mehr, als sich in eine bessere Ausgangslage zu bringen, hat die Britannia noch nicht geschafft. Eminent wichtig ist das direkte Kellerduell in der Fußball-Verbandsliga Nord am Samstag (15 Uhr) beim SC Willingen.

Keller-Kampf: Das Hinspiel gewann Willingen in Eichenzell. Nun soll es aus Britannia-Sicht andersherum laufen. Foto: Christine Görlich

Und der FCB reist nicht ohne Vorbereitung ins Upland: „Wir fahren mit einem Fanbus hin, die Vorfreude ist natürlich da. Aber erstmal muss die Aufgabe erledigt werden“, mahnt Trainer Heiko Rützel, weniger ans Feiern zu denken, und mehr an das Sportliche. Denn in Willingen trifft Eichenzell auf einen punktgleichen Konkurrenten im Tabellenkeller – und nach aktuellem Stand steht die Britannia auf dem ersten Abstiegsplatz, der SCW auf dem Relegations-Rang. Das aber nur, weil Willingen das Hinspiel „hochverdient“ mit 2:0 gewonnen hatte, wie Rützel sich erinnert.

Nun wollen die Osthessen den Spieß umdrehen: „Den direkten Vergleich stelle ich erstmal hinten an. Hauptsache ist, wir gewinnen das Spiel. Das ist das A und O“, betont Rützel und will den SCW auf drei Punkte distanzieren. Die Ergebnisse sprechen für sein Team: Nach dem 5:1 in Hofbieber und dem jüngsten 2:1-Heimsieg, mit dem der Lauf des FSV Dörnberg gestoppt wurde, ist die Brust breit. „Wir sind in guter Verfassung, alle Mann sind an Bord“, betont Rützel und freut sich zudem, dass nicht nur David Heil zurück ist, sondern auch Tim Ströder, der seine Prüfungen fürs Studium hinter sich gebracht hat: „Er hat ja in der Hinrunde schon ausgeholfen und ist ein Stabilisator“, so Rützel. Ein Selbstläufer werde das Kellerduell dennoch nicht – und Eichenzell will in jedem Fall einen Blackout wie beim 1:4 in Vellmar verhindern: „Wir wissen, dass es ein Spiel auf Augenhöhe, mit viel Kampf werden wird. Wir haben unsere Lehren aus dem Vellmar-Spiel gezogen und jetzt Blut geleckt“, sieht Rützel das Team gut vorbereitet.