Sieg auf Sieg ließ die Helvetia folgen, seit Mitte Oktober kennt Kerzell kein anderes Ergebnis mehr in der Liga. Doch zuletzt gab es nur ein 1:0 gegen Lauter. „Das war der erwartet schwere Gegner, eine tiefstehende Mannschaft, die emotional verteidigt hat“, sagt Trainer Florian Günther. Erst Benedict Reith mit einem Jokertor Sekunden nach seiner Einwechslung brachte die Erlösung. Günther schwärmt: „Das ist ein wichtiger Faktor im Moment, dass wir eine super Bank haben, mit der wir noch enorm viel Schwung bringen können. Das kenne ich auch anders. Aber das ist natürlich unser Luxus gerade“. Der Charakter im Team sei stark, jeder erfülle seine Rolle, so der Coach.
Rückblende: In der Gruppenliga-Abstiegssaison war die Kerzeller Heimbilanz ein Horror, nur ein Sieg gelang in 15 Spielen. Diesen „Fluch“ hat das Team besiegt, gewann alleine nach der Winterpause schon vier Heimspiele und freut sich unter anderem auch noch auf Lütter zuhause. „Der Sportplatz ist wieder eine Festung geworden, die Zuschauer kommen und feuern an, eine gewisse Euphorie ist entfacht“, stellt Günther fest. Und der neunte Sieg in Folge winkt: „Das ist eine Serie, die man selten sieht. Das ist auch der innere Antrieb der Mannschaft“. Leon Lomb fällt mit einem gebrochenen Finger weg, dafür kehren Janik Hörl und Kapitän Tristan Niklas wieder in den Kader der Kerzeller zurück. Und aus der Position in Lauerstellung, das weiß auch Günther, ist seine Mannschaft nun wieder in der Lage, aus eigener Kraft Platz zwei zu erreichen – ohne den Abzug von drei Punkten zum Saisonstart wäre die Helvetia schon vor Lütter. „Das war lange Zeit gar kein Thema, jetzt kommt es natürlich wieder auf. Aber wir versuchen das intern zu verdrängen“, betont der Trainer.
Kreisoberliga Süd
Freitag
18.30 Uhr
Rothemann – Bellings/Hohenzell
Samstag
16 Uhr
Mittelbach – Lütter
Sonntag
15 Uhr
Kerzell – Welkers
Lauter – Schmalnau/Hettenhausen (in Frischborn)
Weyhers – Grimmstadt
Löschenrod – Huttengrund
Rothemann – Gundhelm/Hutten
Hosenfeld – Flieden II
Rückers – Bellings/Hohenzell
