Geschäftsführer Sebastian Wassermann führte die Ministerin persönlich durch das Unternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der hochpräzisen Baugruppenfertigung für Halbleiter- und Sprachtechnologie – ein Bereich, der weltweit stark an Bedeutung gewinnt. Zu den Kunden zählen unter anderem ZEISS und TRUMPF, deren Systeme letztlich in Anlagen des niederländischen Hightech-Konzerns ASML zum Einsatz kommen.
Besonders beeindruckt zeigte sich die Ministerin von der Reinraumfertigung vor Ort. Hier wird die Luft auf ein Minimum an Partikeln gefiltert – eine Voraussetzung für die Produktion und Prüfung empfindlicher Mikrochips. Selbst kleinste Verunreinigungen können die Funktion der Bauteile beeinträchtigen. Mitarbeitende arbeiten daher unter strengsten Bedingungen in spezieller Schutzkleidung, während modernste Reinigungs- und Fertigungsprozesse höchste Präzision garantieren.
Auch die technologische Tiefe des Unternehmens wurde beim Rundgang deutlich: Rund die Hälfte des Entwicklungsteams arbeitet im Softwarebereich. Digitale Steuerung, Automatisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz spielen eine immer größere Rolle – etwa bei der Produktionsplanung unter Berücksichtigung von Energiepreisen oder der Integration von Photovoltaik.
„Es ist unheimlich wichtig, dass sich die Politik den Mittelstand direkt vor Ort anschaut“, betonte Geschäftsführer Wassermann. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen seien Treiber von Innovationen und könnten oft schneller und zielgerichteter agieren als Großkonzerne. Gleichzeitig brauche es Unterstützung, etwa beim Abbau von Bürokratie und bei Förderprogrammen.
Ministerin Sinemus unterstrich die Bedeutung solcher Unternehmensbesuche: „Ich schaue mir viele Unternehmen in ganz Hessen an, um zu sehen, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz konkret eingesetzt werden.“ Ziel sei es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Innovationen fördern – sowohl auf Landes- als auch auf europäischer Ebene. Programme wie der Hessenfonds könnten dabei helfen, Investitionen und Weiterentwicklungen am Standort zu unterstützen.
Beeindruckt zeigte sich die Ministerin insbesondere vom ganzheitlichen Ansatz des Unternehmens: „Hier werden Softwareentwicklung, Innovation und strategischer Know-how-Schutz zusammen gedacht. Das ist ein Weg, der Zukunftsfähigkeit schafft.“
Neben technologischen Themen spielte auch die internationale Vernetzung eine wichtige Rolle. So unterhält das Unternehmen Kooperationen, unter anderem mit einem finnischen Partner, und engagiert sich darüber hinaus in internationalen Netzwerken.
Der Besuch endete in lockerer Atmosphäre bei einem gemeinsamen Austausch. Für beide Seiten stand fest: Der Dialog zwischen Politik und Mittelstand bleibt entscheidend, um Innovationen voranzutreiben und den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken.
