Sport 03.09.2025

Verbandsliga – Derby nach Trainerbeben: Britannia empfängt Flieden

Eichenzell/Flieden (jah) – Nach dem Eichenzeller Trainerbeben rund um den Rücktritt von Romeo Andrijasevic muss die Britannia den Blick wieder auf das Sportliche richten: Es ist Derby-Time am Tannenhof. Am Mittwochabend (18.30 Uhr) ist der SV Flieden zu Gast, vor allem für die Gastgeber geht es um wichtige Punkte in der Fußball-Verbandsliga.

Heiko Rützel kehrt in Eichenzell vorübergehend an die Seitenlinie zurück. Foto: Christine Görlich

Im Königreich waren zwar zuletzt die Ergebnisse ausblieben, die Buchonia konnte allerdings spielerisch dennoch überzeugen. Nur einen Punkt aus den letzten beiden Spielen holten die Fliedener, nach der Niederlage in Lichtenau (1:2) folgte ein 2:2-Unentschieden gegen den OSC Vellmar. Trainer Christian Kreß ist dennoch positiv gestimmt, denn: Die Leistung stimmt im Königreich. „Wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben, auch wenn die letzten beiden Resultate nicht gepasst haben“, bestätigt Kreß: „Wir haben unser Spiel durchgedrückt und umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Das soll nun auch gegen Eichenzell der Fall sein – wenngleich Kreß die Britannia nur schwer einschätzen kann. „Sie haben auf jeden Fall individuelle Klasse, vielleicht haben sie sich als Team einfach noch nicht gefunden“, mutmaßt der Fliedener Coach, ergänzt jedoch: „Es ist wirklich schwierig, Eichenzell einzuschätzen. Ich denke, das ist ein gutes Team. Sie stehen aktuell auf einem Tabellenplatz, wo sie am Ende nicht mehr stehen werden“ – das dürfte nach dem Trainerwechsel umso mehr gelten. Eines sei laut Kreß deshalb sicher: „Unterschätzen werden wir Eichenzell nicht.“ Personell kann der Trainer, vorbehaltlich des Abschlusstrainings, aus dem Vollen schöpfen. Das Ziel ist klar: Neben der Leistung soll auch wieder das Ergebnis stimmen.

Das Gleiche erhofft sich auch Heiko Rützel auf der anderen Seite: Beim jüngsten 0:4 gegen Wabern begann die Britannia gut, ließ allerdings einige Chancen zum Führungstreffer liegen – der fiel stattdessen aus dem Nichts auf der anderen Seite. Eichenzell machte notgedrungen auf, die Nordhessen konterten die Gastgeber in der zweiten Halbzeit eiskalt aus – und Andrijasevic zog nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie die Reißleine. „Es war ja nicht alles schlecht gegen Wabern“, betonte der sportliche Leiter der Britannia, der nun wieder an die Seitenlinie zurückkehren und die Geschicke gemeinsam mit Daniel Pfeiffer, Daniel Kratz und Marc Röhrig zumindest in den kommenden Spielen leiten wird. „Zumindest gegen Flieden und am Samstag in Lichtenau. Danach machen wir uns in Ruhe Gedanken.“ Gegen die Buchonia jedenfalls wird es vom Trainerteam wenige Vorgaben geben. „Die Jungs haben die Qualität und sollen einfach die Birne frei bekommen. Es ist ein schwieriges Derby, vor allem, weil Flieden im Gegensatz zu uns gut gestartet ist.“ Beide sahen sich bereits Ende Juli im Kreispokal an gleicher Stelle: Dort nahm die Buchonia einen 3:0-Auswärtssieg mit.