Lokales 25.09.2025

Kommunale Wärmeplanung – Lösungen für Eichenzell vorgestellt

Eichenzell (jk) – Wie sollen die Bewohner in Eichenzell in Zukunft ihre Wohnungen heizen und welche Förderungen können sie bei Sanierungsarbeiten beanspruchen: diese und viele weiteren Themen wurde bei einer Informationsveranstaltung zur „Kommunalen Wärmeplanung“ am Mittwochabend im Smart City Forum in Eichenzell beantwortet. Dabei stellten sich die Verantwortlichen den Fragen der Besucher und präsentierten den Ist-Zustand des Wärmeplans für die Eichenzeller Gemeinde.

Johannes Rothmund. Fotos: Justin Klenner

Aufgrund des Wärmeplanungsgesetz müssen Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohner bis zum Juni 2026 einen Wärmeplan erstellen. Für Gemeinden mit bis zu 100.000 Einwohnern gilt die Frist bis zum 30. Juni 2028. „Wir sind früh dran mit der Planung, da das Konzept gefördert wird und die Gemeinde kein Geld selbst aufbringen muss“, erklärte Eichenzells Klimaschutzbeauftragte, Joleen Bleuel. Ende des Jahres soll der Wärmeplan dann von der Kommunalpolitik erhoben werden. Mit dem Gebäudeenergiegesetz wird die Nutzung von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie oder Abwärme für alle neuen Heizungen bis spätestens Mitte 2028 verbindlich. Bei einer Infoveranstaltung im Smart City Forum wollte die Gemeinde daher den aktuellen Sachstand des Wärmeplans vorstellen und allerlei Fragen beantworten. Während der Präsentation sprachen die Verantwortlichen über Potenziale zur Reduzierung des Wärmebedarfs oder der Nutzung erneuerbaren Energien, wie ein Nahwärmenetz.

Derzeit befinden sich die Planungsarbeiten in der Potenzialanalyse, in der in Teilgebieten der Gemeinde, wie beispielsweise dem Kernort Eichenzell, Löschenrod oder Welkers, mögliche Quellen für erneuerbare Energien und Abwärme bewerten werden. Zuvor wurde bei einer Bestandsanalyse der Wärmebedarf ermittelt und Energieträger sowie Energieinfrastrukturen aufgenommen. Bis 2045 soll in den Kommen möglichst klimaneutral geheizt werden, erklärte Quartiersmanager Marcus Schenk von qurban. In Eichenzell nutzen derzeit beinahe 60 Prozent der Bewohner Heizöl als Brennstoff. Besonders in Löschenrod, Kerzell, Welkers, Lütter, Rothemann, Rönshausen und Büchenberg ist Heizöl der meistgenutzte Brennstoff. „In den meisten Kommunen ist Erdgas der größte Energieträger“, beschrieb Schenk. In der Gemeinde Eichenzell heizen lediglich etwa 25 Prozent der Bewohner mit Erdgas. „Es geht nicht darum für einzelne Häuser Lösungen zu finden, sondern für die ganze Gemeinde“, erklärte Dipl.-Ing. Rolf Maaß vom Ingenieurbüro IEB.

Nach einer kleinen Präsentation hatten die Besucher an drei Ständen die Möglichkeit gezielt Nachfragen zu Förderungen oder Technik zu stellen. Dabei standen ihnen Gemeindevertreter und Experten für das Thema zur Seite.

Kommunale Wärmeplanung in Eichenzell. Fotos: Justin Klenner