„Die bessere Mannschaft hat gewonnen“, zog Günther sein Fazit. Etwas mehr als 20 Minuten dauerte es, ehe Kerzell in Person von Tristan Niklas in Führung ging. Löschenrod schlug sich aber gut und glich in der 34. Spielminute durch Halil Tafolli aus. Dann eine der entscheidenden Szenen, so Günther: Direkt nach dem Ausgleich von Löschenrod spielten sich die Gäste schön über die Außen durch, Johann Wess sprang als sein Gegenspieler und netzte zum 2:1 ein. „Das war ganz wichtig, mit einer 2:1-Führung in die Halbzeit zu gehen“, erklärte der Gäste-Trainer. Mikael Avanesian und Sascha Heil bauten die Führung in Durchgang zwei zum 4:1-Endstand aus.
Einen besonders schönen Treffer erzielte Avanesian, der aus gut 25 Metern einen Freistoß direkt verwandelte und die vielen Kerzeller Fans in der Nachbarschaft jubeln ließ – direkt vorangegangen war ein Platzverweis gegen Igor Ristevski. „Die Stimmung war herausragend“, lobte Günther die Kulisse. Die Fans der Gäste marschierten gar nach Löschenrod und feuerten die gesamte Spielzeit ihre Mannschaft an. „Der Verein steht zusammen und lebt“, zeigte sich der Coach begeistert. Nach Abpfiff verblieben noch einige Spieler bei Löschenrod und feierten ihren zweiten Derby-Sieg innerhalb wenigen Wochen.
Löschenrod: Jürgens; Wiegand, Jehn, Gaul, Böhm, Weisbeck, Tafolli, Pappert, Ristevski, Vogel, Gerhard (Phitnok, Laube, Wolf, Wiegand).
Kerzell: Lomb; Winter, Hörl, Birkenbach, Schnopp, Kennel, Niklas, Avanesian, Heil, J. Wess, N. Wess (Hasenauer, Reith, Heiner).
Tore: 0:1 Tristan Niklas (23.), 1:1 Halil Tafolli (34.), 1:2 Johann Wess (35.), 1:3 Mikael Avanesian (54.), 1:4 Sacha Heil (66.)
Zuschauer: 300.
Gelb-Rote-Karte: Igor Ristevski (53., Löschenrod)
