Lokales 15.10.2025

Stau in Rothemann – Änderung der Bedarfsumleitung wird geprüft

Rothemann/Bad Brückenau (gü) – Eine Baustelle an der A7 bei Bad Brückenau sorgt seit einiger Zeit immer wieder für lange Staus in Rothemann. Stoßstange an Stoßstange schieben sich die Autos über die B27 und das könnte auch noch Jahre so weiter gehen: Das neue Teilbauwerk der Talbrücke Römershag, mit dessen Freigabe der Verkehr wieder zweispurig Richtung Süden laufen kann, soll erst 2028 fertig werden. Derzeit laufen aber Untersuchungen, mit dem Ziel die Verkehrsführung zu optimieren, wie die Autobahn GmbH auf Nachfrage berichtet.

Symbolfoto: Silas Messing.

Der Grund für die regelmäßigen Staus in Rothemann ist eine Baustelle auf der A7 in Bayern. Zwischen den Anschlussstellen Bad Brückenau/Volkers und Bad Brückenau/Wildflecken wird die Talbrücke Römershag erneuert. Zunächst wird das Teilbauwerk mit der Richtungsfahrbahn Fulda abgerissen und neu gebaut, dann das Teilbauwerk in die Gegenrichtung. Der Verkehr fließt jeweils über den anderen Teil der Brücke. Begonnen wurde im Jahr 2022. Aufgrund von vertraglichen Auseinandersetzungen mit dem beauftragten Bauunternehmen kam es allerdings zu erheblichen Verzögerungen beim Abbruch des ersten Bestandbauwerks, wie Maria Schraml, Teamleiterin Stabsstelle Kommunikation bei der Die Autobahn GmbH Niederlassung Nordbayern, mitteilt. „Um den Baufortschritt nicht noch weiter zu verzögern, wurde dem beauftragten Unternehmen die Teilkündigung des Bauwerksabbruchs ausgesprochen“, erläutert Schraml: „Die erneute Ausschreibung und Vergabe des Abbruchs an ein anderes Unternehmen sorgten, auch aufgrund vorgeschriebener einzuhaltender rechtlicher Fristen leider dazu, dass das Teilbauwerk in Fahrtrichtung Würzburg deutlich länger als geplant unter Verkehr bleiben muss.“

Vorgefundene Bauwerksschäden ließen seit Dezember 2024 jedoch eine Nutzung des Bauwerks nur noch mit drei Fahrstreifen zu – zwei führen Richtung Fulda und einer Richtung Würzburg. „Dies führt leider zu Staubildung in Spitzenverkehrszeiten, vor allem während des ferienbedingten Reiseverkehrs“, so Schraml: „Die von den Verkehrsteilnehmern – vor allem aufgrund der entsprechenden Vorschläge der Navigationssysteme – vorwiegend genutzte Umfahrung des betroffenen Abschnitts führt in Hessen von der Anschlussstelle Fulda-Süd über die B27 und dann bis zur Anschlussstelle Volkers oder, je nach Staubildung, durch Bad Brückenau zur Anschlussstelle Wildflecken.“

Derzeit sei eine Änderung der Bedarfsumleitung im Gespräch. „Es wurden hierzu seitens der Autobahn GmbH Untersuchungen eingeleitet, die die Verteilung der Verkehrsflüsse erfassen sollen“, berichtet Schraml. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen bei der Optimierung der Umleitungsmöglichkeiten sowie der Verkehrsführung auf der Autobahn selbst helfen. „Darüber hinaus laufen derzeit Untersuchungen mit dem Ziel, Maßnahmen zu finden, um den derzeit noch unter Verkehr befindliche Bestandsbauwerk noch bis zur Umlegung des Verkehrs auf das erste neue Teilbauwerk ohne weitere Beeinträchtigung aufrecht zu erhalten“, erklärt Schraml weiter: „Die Autobahn GmbH bedauert, dass das Verhalten des beauftragten Bauunternehmens zu der derzeitigen sehr unbefriedigenden Situation geführt hat und versucht, die Situation für die Verkehrsteilnehmer so weit wie möglich zu verbessern, bis zur Fertigstellung des ersten neuen Teilbauwerks wieder zwei Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung gestellt werden können.“

 

Abriss der Brücke hat begonnen

Die vorbereitenden Arbeiten zur Baufelderschließung – vor allem die Herstellung von Baustraßen, Lager- und Aufstellflächen – gestalteten sich aufgrund des anspruchsvollen Geländes sehr umfangreich und aufwändig. Sie konnten ebenso wie die Einrichtung der Verkehrsführung für den ersten Bauabschnitt abgeschlossen werden. Nach Umlegung des Verkehrs auf das Teilbauwerk Fahrtrichtung Würzburg wurde mit deutlicher Verzögerung wegen der vertraglichen Auseinandersetzung mit dem Bauunternehmen nun auch mit dem Abbruch des Teilbauwerks Richtung Fulda begonnen. „Das erste Brückenfeld zwischen Widerlager Würzburg und der ersten Pfeilersache ist inzwischen abgebrochen“, teilt Schraml zum aktuellen Stand mit: „Derzeit wird die Montage einer Vorschubbrüstung vorbereitet, mit deren Hilfe die weiteren Brückenfelder abgebrochen werden sollen. nach derzeitigem Stand ist mit einem Abbruch des zweiten Brückenfeldes auf Vorschubbrüstung bis voraussichtlich Ende Oktober zu rechnen.“ Hinter dem Abbruch des Überbaus werden nachlaufend die Pfeiler abgebrochen. Direkt im Anschluss daran wird mit den Gründungsarbeiten für das neue Teilbauwerk begonnen. Die Freigabe des neu gebauten Brückenteils ist für das Jahr 2028 geplant, dann kann der Verkehr wieder in beide Richtungen auf zwei Fahrstreifen rollen. Auf dem fertiggestellten ersten Teilbauwerk wird auch wieder genehmigungspflichtiger Schwerlastverkehr fahren können.

 

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