„Jedem ist klar, dass der Sieg nix bringt, wenn wir jetzt nicht nachlegen“, bringt es Eichenzells Trainer Heiko Rützel auf den Punkt: Der Rückstand auf die SGEL beträgt weiterhin fünf Punkte, daran änderte sich nichts, weil beide Teams gegen die Spitzenmannschaften gewannen. „Natürlich ist die Trainingswoche nach so einem Spiel einfacher. Aber jeder ist bei der Sache. Wir freuen uns – aber in diesem Spiel haben jetzt auch beide was zu verlieren“, so Rützel.
Eiterfeld/Leimbachs Trainer Andreas Herzberg geht es logischerweise ähnlich: Er spüre gewachsenes Selbstvertrauen und Zuversicht im jungen Team, und auch etwas Stolz. „Bremsen müssen wir da keinen. Aber wir wissen, dass wir bisher nach einem guten Spiel immer ein durchwachsenes haben folgen lassen“. Vier Siege gab es für die SGEL vor dem Soden-Coup, in den vier Partien danach gab es insgesamt nur einen Punkt und 1:9 Tore. Auch die Heimbilanz will verbessert werden: Drei Punkte aus sieben Spielen am Hain sind zu wenig. Doch Herzberg sei in diesem Fall sogar etwas wichtiger, „dass wir mal zwei Spiele in Folge gewinnen“. Das würde einerseits die Fans zufriedenstellen und andererseits den Vorsprung auf Eichenzell auf acht Punkte anwachsen lassen.
Gespielt wird wohl auf dem Kunstrasen, da der Platz am Hain sehr tief ist – die Britannia kennt diese Ungewissheit jedoch und stellt sich entsprechend ein. Auch auf den Gegner: „Wir kennen Eiterfeld, sie haben ähnliche Qualitäten. Dann kommt es darauf an, wer es wie abrufen kann“, so Rützel, der natürlich die Schlüsselspieler ausgemacht hat: Steven Rakk gelte es auszuschalten, auch der Ex-Eichenzeller Ferhat Yildiz nimmt eine wichtige Rolle in Eiterfeld ein. „Aber sie haben auch viele junge, gute Spieler, die dir wehtun können“. Bis auf Keeper Grösch sind im Britannia-Kader alle fit, auch die Erkältungen bei einzelnen Spielern sind auskuriert.
Andreas Herzberg wiederum hat die Tabelle selbstredend im Blick und spricht von einer nahezu zweigeteilten Liga, in der es in der unteren Hälfte gelte, Punkte zu sammeln. Der SGEL-Trainer hat sich den Gegner gegen Kassel selbst angeschaut und meint: „Die Ausgangslage ist schon ein Kuriosum. Aber Kassel kam mit dem tiefen Platz nicht so ganz klar und Eichenzell hat die Verspieltheit auch bestraft. Ich gehe davon aus, dass das jetzt ein Abnutzungskampf wird“.
