Die Favoritenrolle im Duell zwischen Heiko Rützels Eichenzellern und der Kasseler Regionalligareserve ist klar verteilt, der Britannen-Coach gibt sich diesbezüglich keinerlei Illusionen hin: „Wir müssen das einordnen, die Teams von oben sind einfach nicht unsere Kragenweite“, ist Rützel realistisch. Das habe auch das 0:4 vor Wochenfrist gegen Kleinalmerode gezeigt – und mit dem Tabellenführer kommt nun nochmal ein anderes Kaliber nach Eichenzell, und das auch noch mit dem Rückenwind aus dem Sieg im Topspiel gegen Bad Soden.
„Klar, die Vorzeichen sind schwierig. Sie stehen nicht ohne Grund da oben und wir da unten. Das ist in beiden Fällen absolut verdient. Uns erwartet eine sehr schwere Aufgabe“, blickt der Eichenzeller Trainer voraus, schenkt das Spiel aber keinesfalls schon im Vorfeld ab: „Wir haben in Wolfhagen schon gezeigt, dass wir das auch defensiv hinbekommen können. Das wird natürlich auch gegen Kassel Pflicht sein, dass wir defensiv auf der Höhe sind. Wir wollen uns gut verkaufen.“ Zu schaffen macht der Britannia allerdings eine Magen-Darm-Welle innerhalb der Mannschaft, sodass noch völlig unklar ist, wer gegen die Nordhessen wirklich auflaufen kann. „Da sind ein paar Spieler noch fraglich“, bedauert Heiko Rützel, der zudem auf Torwart Christoph Grösch (Fuß) verzichten muss. „Das scheint auch eine langwierigere Sache zu sein. Aber Paul Jöckel macht es auch wirklich gut.“
Auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheint darüber hinaus die Anstoßzeit: Bereits um 11.30 Uhr geht es auf dem Eichenzeller Sportplatz los. „Wir haben ja schon des Öfteren verschiedene Anstoßzeiten ausprobiert“, klärt Heiko Rützel auf: „Wir hatten da auch sehr guten Kontakt mit Kassel, dementsprechend war das Verlegen kein Problem. Vielleicht sind die Kasseler da ja auch noch nicht richtig wach“, schmunzelt der Eichenzeller Coach abschließend.
