Welkers – Lütter 3:2 (0:2)
Die TSG Lütter hat zum dritten Mal in Folge nicht gewonnen – und es kam sogar noch dicker für das Topteam der KOL Süd: Nachdem vergangene Woche eine 2:0-Führung gegen Mittelkalbach nur zu einem Remis reichte, gab es in Welkers am Freitag einen ganz späten Nackenschlag. Ganz anders war die Stimmung natürlich beim Gegner: „Ich bin so stolz auf die Jungs, wir waren 0:2 in der Pause hinten und haben mit Patrise noch einen unserer besten Offensivspieler verloren“, sagte Welkers-Coach Onur Özger. Gjocaj musste angeschlagen runter, aber auch Berkant Oguz konnte nicht mehr weitermachen. „Nach dem 0:2 war ich wirklich gespannt, was passiert. Aber ich habe den Jungs in der Kabine schon gesagt, dass ich fest daran glaube, dass wir das noch gewinnen können“, so Özger. Und er sollte recht behalten: Die Concordia kämpfte um jeden Ball, kam durch Adem Aykol schnell zum Anschlusstreffer. Doch Lütter führte noch bis in die Schlussphase hinein – dann wurde es wild Hüseyin Disli belohnte sich für einen engagierten Auftritt mit dem 2:2 und erkämpfte sich dann in der Nachspielzeit noch einen Ball per Grätsche im Mittelfeld. „Er hat gesehen, dass der Torwart zu weit draußen stand“, so Özger. Was folgte, war das Siegtor aus über 30 Metern und riesiger Jubel in Blau und Gelb. Die Welkerser setzten damit ihr Herbst-Hoch fort: Fünf Siege aus den vergangenen sieben Spielen. Lütter dagegen muss Huttengrund an der Tabellenspitze auf drei Punkte ziehen lassen.
Tore: 0:1 Mario Müller (22., Foulelfmeter), 0:2 Vincent Drüschler (30.), 1:2 Adem Akyol (47.), 2:2 Hueseyin Disli (88.), 3:2 Hueseyin Disli (90+4.)
Zuschauer: 300
Löschenrod – Rothemann 2:4 (1:3)
Auch Rothemanns Trainer Dirk Odenwald war hochzufrieden: „Derbysiege sind natürlich immer schön. Für mich war das insgesamt auch verdient“. Zunächst brachte Nils Weisbeck die Hermania mit einem Sonntagsschuss in den Knick in Führung, doch Rothemann drehte das Spiel noch vor der Pause und erzielte drei Tore. „Wir haben guten Fußball gespielt, viel über die Flügel, und schöne Tore geschossen“, so Odenwald. Doch Löschenrod gab sich längst nicht geschlagen, sammelte nochmal alle Kräfte und warf in Hälfte zwei alles rein. Die Latte verhinderte dann eine Vorentscheidung für die Gäste, die dann sogar nur noch zu zehnt waren, weil Kretsch runter musste. „Die erste Gelbe Karte war vielleicht eine, das zweite war dann ein Foul“, meinte Odenwald: „Dann kamen natürlich viele hohe und lange Bälle von Löschenrod“. Sogar der Anschlusstreffer fiel, doch Rothemann antwortete prompt in der Nachspielzeit. Die SGL steckt damit weiter im Keller fest, Rothemann feierte den zweiten Auswärtssieg in Folge und nimmt es nun am Sonntag mit Primus Huttengrund auf.
Tore: 1:0 Nils Weisbeck (10.), 1:1 Jakob Müglich (20.), 1:2 Jakob Müglich (33.), 1:3 Justin Odenwald (45.), 2:3 Kevin Wolf (90+2.), 2:4 Noah Odenwald (90+4.)
Zuschauer: 300
Gelb-Rote Karte: Yannick Kretsch (Rothemann, 72.)
