31 Tore und nur neun Gegentreffer: die Bilanz von Lütter kann sich nach neun Spieltagen sehen lassen. Mit sechs Punkten Vorsprung auf Dortelweil hat die TSG am Samstag schon die Möglichkeit, die Herbstmeisterschaft einzutüten – dafür würde ein Remis reichen. Doch die TSG hat nicht die Meisterschaft nach einer Saisonhälfte fest im Blick, sondern etwas anderes: „Wir wollen die restlichen beiden Spiele vor der Winterpause erfolgreich bestreiten. Dann steht zwar die Herbstmeisterschaft, zum anderen hätten wir aber die Hinrunde ohne Niederlage bestritten – das ist unser Ziel“, betont TSG-Trainer Julian Treidler. Dass dies jedoch gegen Wiesbaden nicht einfach wird, ist sich der Coach bewusst. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich der MFFC gefangen und drei Spiele in Folge gewonnen. „Die Spiele im Oktober haben sie sehr erfolgreich bestritten“, so Treidler. Daher wird die vorletzte Begegnung vor der Rundenpause kein Selbstläufer am Sauerbrunnen. Aber: „Mit der Art und Weise, wie wir an die Spiele bisher rangegangen sind, sind wir gut gefahren“. Die Wetterlage gibt ihr Übriges und beansprucht die Plätze in Lütter im Moment. Dennoch möchte die TSG versuchen, Fußball zu spielen. „Die Platzverhältnisse sind, wie sie sind – wir passen uns den Gegebenheiten an“, beschwört Treidler.
Lange hat es gedauert, doch der TSV Pilgerzell hat sich am vergangenen Wochenende endlich mit einem Punkt belohnt. Ein 1:1 erkämpfte sich das Team von Trainer Knut Seuring gegen Hessen Kassel II – ein Brustlöser für das Team. „Die Mädels wussten die ganze Zeit, dass es möglich ist – wir haben uns ein kleines bisschen belohnt, machen die Augen vor der Realität aber nicht zu“, sagt Seuring. Mit Bornheim/GW reist ein unbekannter Aufsteiger am Samstag (14.45 Uhr) nach Pilgerzell. Die Gastgeberinnen gehen die Aufgabe optimistisch, aber mit Respekt an. „Jedes Spiel ist ein richtiges Brett“. Besonders Bornheim, das mit Lilly Wiegelmann die aktuell treffsicherste Torschützin in der Hessenliga in den eigenen Reihen hat. Wiegelmann teilt sich die Spitze mit Celina Zura (beide zehn Tore). „Wenn es gut läuft, können wir es jedem Gegner unheimlich schwer machen“, weiß Seuring. „Wenn wir eine solide Defensivarbeit und die nötigen Nadelstiche nach vorne haben, ist alles möglich“. Personell sieht es in Pilgerzell weiterhin dünn aus. Neben Verletzungen fallen noch einige Spielerinnen aus beruflichen Gründen aus. Ob sich Seuring in der Reservemannschaft bedienen muss, steht derzeit noch aus, sagt aber: „Wir werden eine schlagfertige Truppe haben“.
Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hat an diesem Wochenende das einzige Auswärtsspiel aller Osthessinnen: Um 17 Uhr geht es zur SG Egelsbach, die halb so viele Punkte (acht) wie die SGB (16) am Konto hat.
Frauen Hessenliga
Samstag
14.30 Uhr
Lütter – Wiesbaden
14.45 Uhr
Pilgerzell – Bornheim/GW
Schaafheim – Dortelweil
16.15 Uhr
SF/BG Marburg – Großenenglis
17 Uhr
Hessen Kassel II – Klein-Linden
Egelsbach – Barockstadt Fulda-Lehnerz
