Voll des Lobes konnte das Trainerteam Auth/Treidler nach dem deutlichen Heimsieg sein: Denn aus diversen Gründen, ob Krankheit, Studium, Beruf oder private Feiern, fehlten einige Spielerinnen aus dem TSG-Kader, der aber nicht ohne Grund breit aufgestellt ist. „Alle zerreißen sich und der Kader hat sich heute wieder bestätigt. Das Ergebnis geht gegen einen starken Gegner voll in Ordnung“, so Julian Treidler. Die TSG hatte nur elf Spielerinnen und eine Ersatztorfrau an Bord, der Rest wurde „aufgefüllt“, jedoch nicht ohne Qualitätsverlust. In die Karten spielte Lütter außerdem die Blitz-Führung nach nicht einmal 60 Sekunden durch Maja Lorenz. Zwar spielte sich die TSG nicht die Masse an Torchancen heraus, doch nutzte eine weitere noch kurz vor der Pause zum 2:0 durch Verena Faulstich, während die Gastgeberinnen den Angriff von Klein-Linden gut im Griff hatten. Nach der Pause ging es direkt weiter: Vanessa Klaus scheiterte an der Latte – einer von drei Alu-Treffern im Spiel der TSG. Doch Lütter gab die Szene nicht auf, blieb am Gaspedal und erzwang das Eigentor per Querschläger zum 3:0, was bereits eine Vorentscheidung war. Für den Schlusspunkt sorgte Jana Bott, während Lütters Defensive über 90 Minuten stabil blieb. Parallel verlor Dortelweil erstmals in dieser Saison mit 0:2 in Marburg – für Lütter geht es damit von einem Topspiel ins nächste: Kommenden Samstag wartet die Aufgabe beim SCD. Die Coaches hofften, dass zumindest die eine oder andere angeschlagene Spielerin zurückkehren kann.
Lütter: Schaab; Beck, Bahr, Spilke, Lorenz (65. Schrimpf), Schöppner, Schlott, Klaus, Dechant, Faulstich (89. Heil), Bott.
Tore: 1:0 Maja Lorenz (1.), 2:0 Verena Faulstich (45.+1), 3:0 Dominique-Michelle Ziegler (53., Eigentor), 4:0 Jana Bott (90.)
Zuschauer: 100
