Freudig begrüßte Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger im vollbesetzten Saal der „Alten Schule“. „Die Alte Schule ist ein prägendes Bauwerk in und für Rothemann und ist in den vergangenen Jahrzenten Heimat für die örtlichen Vereine geworden“, berichtete er. So erzählte Rothmund von den zahlreichen Meilensteinen des Bauvorhabens, welches im Januar 2018 bereits gestartet sei. Die Renovierung des Gebäudes sei jedoch „höchstkomplex und zu Beginn undurchschaubar“ gewesen, besonders auf Grund des Denkmalschutzes, politischer Vorgaben sowie der Koordination der über 30 Firmen, die an dem Bau beteiligt gewesen seien. „Solche ortsprägenden Gebäude sind durch diese Herausforderungen nur durch die öffentliche Hand zu erhalten“, betonte er. Umso erfreuter zeigte er sich, dieses Projekt erfolgreich vollendet zu haben und damit ein Gebäude zu erhalten, „was Rothmann unter anderem ausmacht“. Insgesamt habe das Projekt 2,6 Millionen Euro gekostet, die Außenanlage werde jedoch erst im Frühjahr fertig gestellt. „Es war ein langer und steiniger Weg, aber am Ende hat es sich gelohnt“, resümierte er.
Parlamentarischer Staatssekretär und Bundestagsabgeordneter Michael Brand berichtete von seinen persönlichen Erinnerungen an die Zeiten, die er als Jugendlicher in der „Alten Schule“ verbrachte. „Es ist ein Schmuckstück geworden“, lobte er. Ein herzliches Dankeschön richtete er besonders an die zahlreichen Aktiven Vereine des Ortes, die durch ihren Sitz in dem Haus die „Alte Schule“ zu einem echten Mehrgenerationenhaus machen würden.
Auch Ortsvorsteher Oskar Kanne erinnerte sich an die „dringend notwendige Sanierung“ des Gebäudes, wodurch das Vereinsleben sehr eingeschränkt gewesen sei. Das renovierte Haus habe eine „völlig neu Atmosphäre“ bekommen, wodurch der „Mittelpunkt des kulturellen Lebens der Dorfgemeinschaft Rothmann endlich wieder mit Leben gefüllt“ sei.
„Seit Beginn des Bauvorhabens war uns bewusst, dass dies nicht leicht sein wird“, erinnerte sich Architekt Frank Neumann, der von Rothmund als „Reiseführer“ bezeichnet wurde: „Ein denkmalgeschütztes Gebäude zu sanieren heißt, sich auf eine Reise einzulassen – zwischen Vergangenheit und Zukunft und zwischen Erhalten und Erneuern.“ Besonders durch den Fachkräftemangel seien zahlreiche Schwierigkeiten aufgetreten, was stets Durchhaltevermögen und Teamgeist gefordert hätte. „Es war ein Werk vieler Hände und vieler Köpfe“, berichtete Neumann. So dankte er allen Mitwirkenden für ihr tatkräftiges Engagement mit dem Ziel, „ein Stück Geschichte zu bewahren.“
Für die kirchliche Segnung des Gebäudes kamen Pfarrer Michael Rother und Pfarrerin Ulrike Röder: „Das Vereinshaus ist ein Stück Heimat für uns alle und deswegen ist es schön, dass es endlich wieder in Betreib genommen werden kann“, so Rother. „Ich freue mich, dass Rothemann wieder ein Haus bekommen hat, in dem echte Begegnungen möglich sind“, erklärte Röder. Musikalisch begleitete der Gesangsverein Buchonia Rothemann die festliche Einweihung. Im Anschluss kam die Festgemeinde bei einem Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen gemütlich zusammen. Zudem konnten alle Räumlichkeiten ausführlich besichtigt werden.
