„Ich kann bestätigen, dass erneut Fahrgäste – vorwiegend Schüler – in Löschenrod stehen geblieben sind. Wir können die Bürger in Löschenrod verstehen, denn das Problem tritt immer dort auf, da Löschenrod der letzte Halt vor Fulda ist. Ursache ist erneut der Ausfall des Zuges von Frankfurt nach Fulda mit Ankunft gegen 7.30 Uhr. Wie in der vergangenen Woche weichen Betroffene aus Neuhof, Kalbach oder Flieden auf die Busse der Linie 41 ab Hattenhof sowie Dorfborn/ Kerzell aus. Darauf sind die Kapazitäten nicht ausgelegt. Auf den Fahrten werden bereits die größtmöglichen Fahrzeuge eingesetzt“, erklärt Daniel Vollmann, Geschäftsführer der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Fulda (LNG): „Aktuell prüfen wir Lösungen für diese Situation. Da die Abstimmungen hierzu aber derzeit noch laufen, gibt es zum aktuellen Zeitpunkt keine konkreteren Informationen.“
Auch der RhönEnergie ist das Problem bestens bekannt, wie Unternehmenssprecher Dr. Volker Nies auf Nachfrage betont: „ Wir bedauern es, wenn Busse so voll sind, dass nicht jeder mitfahren kann, der das möchte.“ Im konkreten Fall in Löschenrod seien der RhönEnergie allerdings die Hände gebunden: „Leider können wir nicht viel tun. Auslöser des Problems ist – nun schon mehrfach – dass ein Zug der Deutschen Bahn nicht gefahren ist. Die RhönEnergie Verkehrsbetriebe erbringen ihre Leistung, aber das reicht in dem konkreten Fall nicht aus, weil ein anderes Verkehrsmittel, nämlich die Bahn, seine Leistung nicht erbringt“, erklärt Nies und nimmt die Deutsche Bahn in die Pflicht: „Um das Problem für die nächsten Tage und dann auch dauerhaft zu lösen, ist die Bahn gefordert.“ Falls die LNG oder der RMV allerdings prüfen wollen, zusätzliche Busse bei der RhönEnergie bestellen zu wollen, werde das Unternehmen das selbstverständlich wohlwollend prüfen.
Update: Inzwischen liegt auch ein Statement der Deutschen Bahn vor. „Die Deutsche Bahn (DB) verfügt aufgrund von Wartungs- und Reparaturarbeiten gegenwärtig über weniger Züge im Netz der Kinzigtalbahn“, so eine Bahnsprecherin. Deswegen sowie aufgrund einer Baumaßnahme zwischen Fulda, Flieden und Schlüchtern in der Zeit vom 13. bis 18. November kam es vereinzelt zu Zugausfällen im Schülerverkehr auf den Linien RB 51 (Ankunft in Fulda um 7.31 Uhr) und RB 50 (Abfahrt in Fulda um 13.25 Uhr). „Die DB arbeitet mit Hochdruck daran, die Reparaturarbeiten an den Fahrzeugen schnellstmöglich abzuschließen und weicht dafür auch auf umliegende Werkstätten aus“, so die Bahnsprecherin weiter: „Unser Ziel ist es, unseren Kund:innen schnellstmöglich wieder zuverlässig an ihr Ziel zu bringen. Wir bitten unsere Fahrgäste für die ihnen dadurch entstehenden Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.“
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