Lokales 10.11.2025

Schad erfreut über Zustimmung zum Sportstätten-Entwicklungsplan

Eichenzell (pm/gü) – Hünfeld hat ihn, Flieden will ihn und Eichenzell bekommt ihn, einen Sportstätten-Entwicklungsplan. Die Gemeindevertretung in Eichenzell hat dem FDP-Antrag in ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich mit den Stimmen von CDU und Bürgerliste zugestimmt. FDP-Fraktionsvorsitzender Claus-Dieter Schad zeigte sich erfreut und betonte, dass trotz Wahlkampfzeiten in Eichenzell nach wie vor Sachpolitik möglich sei, das sei ein gutes Zeichen.

Claus-Dieter Schad. Foto: privat.

In dem Antrag ging es darum, die Sportstätten zukunftsfest zu machen. „Wir wollen einen wissenschaftlich begleiteten Sportstätten-Entwicklungsplan für Eichenzell und das möglichst bis Ende 2026. Bei der Aufstellung dieses Plans sollen alle relevanten Nutzergruppen – von Vereinen über die Schulen bis hin zu Kitas beteiligt werden“, schreibt die Eichenzeller FDP in einer Pressemitteilung. Verwiesen wurde auf den erfolgreich aufgestellten Plan der Stadt Hünfeld unter dem Titel „Hünfeld – Sport und Bewegung 2040“. Und in Flieden hatte vor wenigen Wochen die Gemeindevertretung einstimmig grünes Licht gegeben.

Finanzielle Mittel zur Aufstellung dieses Entwicklungsplans werden im Haushalt 2026 der Gemeinde Eichenzell berücksichtigt werden. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme in Bezug auf die Sportvereine, ihre Größe, die Mitgliederstruktur, den Organisationsgrad und die Abteilungsstruktur soll zunächst der Bestand an Sportanlagen und Räumen für den Sport systematisch erfasst werden. In einem parallel gelagerten Schritt sind die Vereine hinsichtlich ihrer Probleme, hinsichtlich der Vereinsentwicklung und der gewünschten Unterstützung durch die Gemeinde zu befragen. Hieraus wären in einem weiteren Schritt die Bedarfe der Sportvereine an Sportanlagen und Räumen für Sport und Bewegung abzuleiten. „Nicht alle Wünsche werden in Erfüllung gehen, da gibt es einen Haushaltsvorbehalt. Was wir aber gewährleisten können, ist eine strukturierte Planung statt ständiger Einzelmaßnahmen“, so FDP-Fraktionschef Claus-Dieter Schad.

Auch andere Nutzergruppen, Kindertagesstätten und Schulen sollten in die Bedarfsanalyse mit einbezogen werden, ebenso die Bevölkerung als Ganzes, zum Beispiel durch entsprechende Umfragen. Aktuell würden ja bereits sehr konkrete Erfahrungen in Eichenzell gesammelt, wie so etwas gemacht wird. Grunddaten zum Sport- und Bewegungsverhalten der Bevölkerung im Allgemeinen, der Grad der sportlichen Aktivität, Gründe für Inaktivität und ähnliches seien wichtig und könnten wertvolle Hinweise zur weiteren Vorgehensweise liefern. Darauf aufbauend sollen sodann Ziele und Empfehlungen für die Sport- und Bewegungsangebote in Eichenzell, zu den Sportplätzen und Räumen für Sport und Bewegung bis hin zu baulichen Maßnahmen, Renovierungs- und Erweiterungsbedarfen formuliert und politisch entschieden werden. Alles auf einer nachvollziehbaren Basis und wissenschaftlich evaluiert. Das Vorhandensein einer entsprechenden Planung sei häufig genug Voraussetzung für Förderanträge, ergänzt Schad. Das alles könne die Gemeinde nicht alleine aus sich selbst heraus leisten. Es brauche dazu professionelle Unterstützung von außen, Expertenwissen also. Andere Kommunen seien diesen Weg bereits gegangen, auch Eichenzell mache sich jetzt auf diesen Weg.