Eine Fortführung des Betriebs sei aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr tragbar, erklärt Roth: „Wir haben zu wenig Wasser zur Verfügung im Sommer.“ Forellen bräuchten zum Überleben fließendes Wasser, welches der 62-Jährige bisher aus nahegelegenen Bächen umgeleitet habe. Es müsse dabei jedoch eine gewisse Menge Wasser in den Bächen bleiben und nur überschüssiges Wasser dürfe abgeschöpft werden. Durch den fortschreitenden Klimawandel gebe es mittlerweile aber nicht mehr genug Wasser, was entnommen werden darf. „Das betrifft auch meine Kunden“, ergänzt Roth. Als zweiten Grund für das Ende nennt er ebenfalls sein Alter: „Ich bin nah an der Rente.“
Die Stammkundschaft habe der Döllbacher schon lange informiert, weil die Aufzucht von Forellen in der Regel rund zwei Jahre benötige: „Die wissen es schon eine ganze Zeit.“ Bis Mitte des nächsten Jahres wolle er alle restlichen Fische verkauft haben. Gerade zu Ostern sei die Nachfrage groß. Das Gelände selbst will Roth dagegen nicht in neue Hände geben, damit nicht eine andere Person es mit der Fischzucht unter den erschwerten Bedingungen versuche. „Es nützt ja nichts“, stellt der 62-Jährige fest.
