Mit seiner langjährigen Erfahrung will Schad die FDP noch stärker machen, die bei der letzten Kommunalwahl nur ganz knapp am dritten Sitz in der Gemeindevertretung gescheitert war. Auf den weiteren Listenplätzen folgen Valentin Witzel, Jonas Jestädt und Dr. Hans-Joachim Müller. Nominiert ist auch der frühere Chef des Eichenzeller Ortsverbands, Andreas Baier. Und mit Lisa Klinkhammer. Liz Cabanski, Annette Schad, Carmen-Maria Dan und Gabriele Herr stellen die Liberalen auch fünf Bewerberinnen für die Kommunalwahl auf. Spitzenkandidat Claus-Dieter Schad will sich auch für den Fuldaer Kreistag nochmal ins Zeug legen, am liebsten als Stellvertreter des Fraktionsvorsitzenden Mario Klotzsche. Die Eichenzeller Liberalen jedenfalls wünschen sich das und haben dies dem Kreisvorstand Fulda so empfohlen. Klotzsche gratulierte seinem Parteifreund persönlich für das einstimmige Vertrauensvotum seiner Eichenzeller Parteifreunde. „Ich setze darauf, dass wir das als Team machen und freue mich auf den Wahlkampf“, so Claus-Dieter Schad.
Es sei Zeit in Eichenzell für wirtschaftliche und finanzielle Vernunft. „Wir arbeiten in der Gemeindevertretung in Verantwortung für Eichenzell gerne mit allen anderen Parteien und Gruppierungen zusammen. Aber gegenüber Bürgermeister Johannes Rothmund muss klar gesagt werden: So geht es nicht weiter“, sagt Schad. Der Gemeindevorstand unter Führung von Johannes Rothmund überfordere die Finanzkraft der Gemeinde mit immer neuen Aufgaben und Investitionsvorhaben, ohne sie ausreichend zu finanzieren. Das Ergebnis seien Defizite und steigende Schulden und am Ende höhere Steuern und Gebühren für die Bürgerinnen und Bürger. Die Fakten zur Haushaltssituation sprächen Bände. Trotz sprudelnder Steuereinnahmen habe sich das Jahresergebnis kontinuierlich verschlechtert. Während in 2022 noch ein Jahresüberschuss von 3,2 Millionen Euro zu verzeichnen gewesen sei, klaffe im Haushaltsplan für 2025 bereits eine Lücke von 1,2 Millionen Euro und für 2026 würden der Eichenzeller Kämmerer und der jetzige Bürgermeister ein Minus von „mehreren Millionen“ vermuten. In den Folgejahren kämen dann, so Claus-Dieter Schad noch neue zusätzliche Aufwendungen in beträchtlicher Größenordnung auf die Gemeinde zu: Mietaufwendungen und Personalkosten für die neue Kita im Steinfeld und Folgekosten für Smart City, da die jetzige Förderung auslaufe. Ein weiteres Alarmsignal sei, dass der Schuldenstand von Eichenzell ansteige: Im Zeitraum von 2020 bis 2025 von 6,6 Millionen auf knapp 15 Millionen Euro, so Claus-Dieter Schad, der anfügt, dass für 2026 im Eichenzeller Schlösschen bereits eine Rekordverschuldung von rund 25 Millionen Euro erwartet werde. Das seien Alarmzeichen, wie sie schlimmer nicht sein könnten. Es sei deshalb konsequent, dass Bürgermeisterkandidat Lutz Köhler die Haushaltskonsolidierung zu einem seiner wichtigsten politischen Ziele erklärt habe. „Wir ahnen doch alle, was passiert, wenn nichts passiert“, so Eichenzells Chefliberaler Claus-Dieter Schad abschließend. Eichenzell müsse endlich anfangen, ökonomischer zu denken, wirtschaftlicher zu planen, und sparsamer zu haushalten, sonst nehme das kein gutes Ende.
