„Es war ein sehr langer Wahlkampf“, atmet Köhler einmal durch. Am Karfreitag begann dieser für den Gegenkandidaten von Amtsinhaber Rothmund, und einen Tag nach Nikolaus wird nun gewählt. „Es war intensiv, gleichwohl aber sehr gut: Ich habe viele Gespräche geführt, die Menschen konnten mir auch viele Ideen mitgeben“. In den letzten Tagen bis Sonntag werde er nochmal Haustürwahlkampf betreiben, außerdem findet eine Abschlussveranstaltung am Freitag ab 17 Uhr beim Rhönklub statt. Köhler betont: „Es geht darum, die Menschen zu motivieren: Geht zur Wahl! Es steht eine wichtige Entscheidung für Eichenzell an“. Er erhoffe sich außerdem eine hohe Wahlbeteiligung.
Sein Programm hatte er breit aufgestellt, betont aber immer wieder ein wichtiges Thema: „Wir müssen die Haushaltslage in den Griff kriegen. Das steht in vielerlei Hinsicht über allem. Bei größeren Projekten geht es darum, notwendige Fördermittel zu bekommen“. Diesbezüglich spricht Köhler von der Erhaltung des intakten Vereinslebens in der Gemeinde: „Das Ehrenamt ist eine Stütze, die wir mit Förderungen stärken wollen“. Außerdem sollen Themen wie Starkregenschutz und On-Demand-Verkehr zentrale Bestandteile sein, sollte Köhler ins Amt gewählt werden. Auch dies mit Fördermitteln, was einen „großen Sprung“ für Eichenzell ermöglichen würde. Bei allem, was ansteht, sei Köhler aber wichtig, die Akteure einzubinden: Er wolle die Fraktionen, Gemeindevertreter und Ortsbeiräte „mitnehmen“.
Am Sonntag will Köhler zeitig zum Wahllokal gehen, danach frühstücken und vielleicht zwischendurch nochmal am Türmchen vorbeischauen. Kurz nach 18 Uhr wird er dann im Schlösschen sein und erwartet das Ergebnis „mit großer Spannung“. Vor knapp sechs Jahren war es dramatisch. „Ich gehe davon aus, dass es wieder sehr eng sein wird, und hoffe, dass es in die andere Richtung ausgeht“.
