Anderthalb Jahre Verzögerungen beim Hersteller, hinzu noch Schwierigkeiten bei der Anmeldung im Amt und einiges mehr: Eine wahre „Odyssee“ konnte Schulz zum Besten geben. Während der Corona-Pandemie sei der Wunsch nach einem neuen Fahrzeug aufgekommen, allerdings habe der Ortsverein zunächst keine Hersteller gefunden, die auch Lieferkapazitäten frei hätten. Auf der Rettmobil Fulda 2023 habe der Bereitschaftsleiter dann Kontakt mit Gewa Fahrzeugbau aus Essen Kontakt aufnehmen können und sich einen Mercedes Sprinter reservieren können. Im selben Jahr sei die Baubesprechung erfolgt: „Wir waren voller Vorfreude“, führte er weiter aus. Doch dann habe es Hindernisse gegeben. Erst habe der Hersteller einen Gelblicht-Balken statt dem notwendigen Blaulicht bestellt, dann sei das Fahrzeug zu schwer gewesen für eine Zulassung. Im Mai 2025 konnte der MTW dann nach Fulda überführt werden und sei auch schon im Einsatz gewesen, teilte Schulz mit: „Er wurde bei den Domplatzkonzerten gestestet.“ Der Einsatzleiter schaute wehmütig auf das Ende einer Ära zurück, da er mit dem alten Wagen viele schöne Erinnerungen verbinde: „Ich werde den alten MTW vermissen.“
Christoph Schwab, Vorstandsvorsitzender des DRK Kreisverband Fulda, hob die Leistungen des Ortsvereins stellvertretend für die Arbeit des Kreisverbands hervor: „Ihr seid Teil des Katastrophenschutzes.“ Damit die Menschen ihre Arbeit gut machen konnten, brauche es Material und Fahrzeuge. Mit Blick auf Schulz meinte er: „Ich wünsche viele schöne Erlebnisse.“ Dr. Andreas Opitz, Vizepräsident des DRK-Kreisverbands Fulda, hob hervor, dass das Ehrenamt eine wichtige Rolle in der Gesellschaft annehme. Mit Blick auf die demokratischen Hürden wünschte er sich, dass DRK und anderen Institutionen „keine Knüppel zwischen die Beine“ geworfen werden. Das neue Fahrzeug sei zwar ein toller Gewinn für den Ortsverein, jedoch: „Ganz entscheidend sind die Menschen.“ Zu einem ähnlichen Urteil kam der Erste Kreisbeigeordnete des Landkreises Fulda, Frederik Schmitt: „Es braucht gute Rahmenbedingungen.“ Heutzutage seien die Erwartungen an den Rettungsdienst deutlich angestiegen. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und machte mit Blick aufs Ehrenamt deutlich: „Das ist alles andere als selbstverständlich.“
Als Sachbearbeiter des Katastrophenschutzes im Landkreis Fulda sprach auch Christian Diederich ein kurzes Grußwort. Er lobte das Fahrzeug als „zukunftsfähig und vielseitig verwendbar“. Bürgermeister Johannes Rothmund bedankte sich beim Ortsverein für die tatkräftige Unterstützung bei vielen Vereinen: „Auch die Fastnacht wäre nicht möglich.“ Bürgermeisterkandidat Lutz Köhler gratulierte zum Erwerb des neuen Fahrzeugs und erklärte: „Ich wünsche viel Freude.“ Ortsvorsteher Dirk Fischer stimmte ebenfalls zum Lob an: „Ich wünsche euch viel Glück und ein langes Fahrzeugleben.“ Es folgten noch weitere Grußworte der einzelnen Fraktionsvorsitzenden. Im Anschluss lud Harald Leitschuh, erster Vorsitzender des DRK Ortsverbands Eichenzell, alle Gäste zu Essen und Getränken ein. Interessierte konnten sich das Fahrzeug aus nächster Nähe anschauen.
