Sport 21.08.2025

Fußball-Verbandsliga – Viele Fehler, etwas Cleverness und lange Pause

Johannesberg (pf) – Richtig was geboten bekommen haben die Zuschauer am Mittwochabend in Johannesberg: Mit 2:2 (1:1) trennten sich die SGJ und der FC Eichenzell im Derby der Fußball-Verbandsliga, und das nach einer verlängerten Halbzeitpause. Zweimal führte die Britannia, zweimal schlug Johannesberg zurück – den Lucky Punch verpassten dann aber beide.

Marcel Ludwig traf zum 2:1 - gereicht hat es aber wieder nur zu einem Punkt für den FC Eichenzell. Foto: Natalia Lindt

Gegen Ende der regulären Spielzeit war es eine Doppelchance von Röhrig und Sang, samt Lattentreffer, mit der der FC Eichenzell den ersten Sieg hätte holen können. Doch daraus wurde nichts, stattdessen brannte es hinten in der Nachspielzeit nochmal: „Eigentlich verrückt, dass nach wir einer eigenen Ecke in einen Konter laufen“, sagte Eichenzells Coach Romeo Andrijasevic. Jan-Henrik Wolf stand frei vor der Kiste, nahm das Geschenk aber nicht an und scheiterte an Christoph Grösch.

Was bleibt? Der erste Punkt für die SG Johannesberg, mit dem Trainer Meik Voll nicht unzufrieden war: Der Lucky Punch war für beide möglich, aber das 2:2 geht absolut in Ordnung. Die Zuschauer haben was geboten bekommen“. Dabei mussten die Fans in der Halbzeit 20 Minuten länger als gewohnt verharren, bis es weiter ging: Die Linienrichterin musste wegen Kreislaufproblemen aufhören, glücklicherweise wurde mit Tobias Titze vom FV Steinau unter den Zuschauern ein adäquater Ersatz gefunden, und nachdem er sich umgezogen hatte, konnte es weitergehen.

Die SG Johannesberg war gut ins Spiel reingekommen, musste dann aber „mit der ersten Chance von Eichenzell“, so Voll, das 0:1 schlucken: Arnis Mulaj, der wie Marc Röhrig neu in der Startelf war, nutzte die Gelegenheit. Doch die SGJ kam durch Wolf zurück, das erste Heim-Tor nach dem Aufstieg erzielte der Offensivmann nach gutem Pressing seiner Elf. „Es gab viele Fehler auf beiden Seiten, was die große Anzahl von Torchancen ermöglicht hat“, fand Andrijasevic, der zwischenzeitlich in der Defensive umbauen musste, weil Abdou Badji Coly angeschlagen raus musste.

Doch die Führung gelang später wieder Eichenzell: Marcel Ludwig verwandelte ein Elfmeter-Geschenk von Katusic, der Marc Röhrig zu Fall brachte. Etwas Aufregung gab es außen, doch die Trainer wussten genau: „Er kreuzt den Weg vor dem Gegenspieler“, so Andrijasevic, während Voll ergänzte, „dass der Marc das natürlich clever macht, da reicht die kleinste Berührung aus“.

Dennoch gelang noch der Ausgleich: Voll stellte von Vierer- auf Dreierkette um, Niklas Marquardt sorgte nach Bardhushi-Vorlage für den ersten Punkt des Aufsteigers: „Wir sind in der Liga angekommen“, betonte Voll – das war die SGJ eigentlich schon vorher, kämpfte aber gegen starke Gegner. Auch angesichts dessen war der Coach nicht unzufrieden. Und auch Andrijasevic nahm den Punkt nach einem Duell „auf Messers Schneide“ mit.

Johannesberg: Ditzel; Kamdem, Fabinho, Schneider, Schmitt, Bislimi, Bardhushi, Wolf, Sammet, Hossini, Butsch (Sharif, Bislimi, N. Marquardt).

Eichenzell: Grösch; Badji Coly, Pfeiffer, Ludwig, Heil, Sawatzky, Fröhlich, Reith, Zvekic, Röhrig, Mulaj (Sang, Somow, Nitz).

Schiedsrichter: Samir Yousufzai (Großauheim)

Tore: 0:1 Arnis Mulaj (15.), 1:1 Jan-Henrik Wolf (27.), 1:2 Marcel Ludwig (70., Foulelfmeter), 2:2 Niklas Marquardt (79.)

Zuschauer: 350