Zum Auftakt am Freitagabend kommt es gleich zu einem echten Derby-Knaller: Welkers empfängt Rothemann zum Nachbarschaftsduell. Beide Teams kennen sich bestens, stehen jedoch vor unterschiedlichen Herausforderungen. Rothemann rangiert mit vier Punkten aus vier Spielen im unteren Bereich und kämpft weiterhin mit personellen Engpässen – vor allem in der Defensive. Trainer Dirk Odenwald sieht dennoch Fortschritte: „Wir arbeiten an unseren Defensivproblemen, aber es dauert, bis alles greift“. Die Rückkehr von Arnaud Torres Wamba Tsague soll dem TSV am Wochenende gut tun. Besonders die Abstimmung fehle aber noch, auch weil die Achse der Mannschaft noch nicht steht. „Offensiv sind wir ordentlich aufgestellt, aber wir müssen das Spiel besser von hinten aufbauen.“ Trotz kleiner Bank und angeschlagener Spieler will Rothemann das Derby unbedingt nutzen, um Punkte zu sammeln: „Am liebsten ungeschlagen durchs Wochenende – aber das wird ein Spiel, in dem Tagesform entscheidet.“
Auch bei Gegner Welkers läuft längst nicht alles rund. Der Saisonstart verlief holprig, vor allem die Verletztenliste macht Trainer Onur Özger Sorgen: „Wir hatten zuletzt bis zu elf Ausfälle, da fehlt irgendwann einfach die Luft.“ Auch gegen Rothemann werden erneut acht Spieler fehlen – darunter Leistungsträger. Hinzu kommt, dass die Mannschaft bei Standards anfällig ist: „Drei Gegentore nach ruhenden Bällen – so kannst du nicht punkten.“ Trotzdem blickt Özger positiv nach vorne: „Wir wollen diese Punkte. Angst haben wir vor keinem Gegner – aber Ansagen sind in unserer Lage fehl am Platz.“
Gauls Truppe will weiter überraschen
Parallel empfängt die TSG Lütter die ungeschlagene SG Bellings/Hohenzell – ebenfalls ein Duell mit viel Potenzial. Lütter steht mit sieben Punkten aus vier Spielen auf Rang drei und will in dieser Woche voll angreifen. Trainer Sascha Bönte, der selbst neu im Verein ist, sieht seine Mannschaft im Aufbruch: „Nach einer unnötigen Niederlage haben wir uns gefunden. Viele neue Gesichter, ein neuer Trainer – das musste sich erst einspielen.“ Taktisch hält sich Bönte bewusst bedeckt, stellt aber klar: „Wir haben einen guten Kader und wollen sechs Punkte holen.“ Die Gäste aus Bellings/Hohenzell reisen mit ganz breiter Brust an, stehen mit nur zwei Gegentoren und noch ungeschlagen da. Coach Luca Gaul warnt allerdings vor dem robusten Spiel der Gastgeber: „Lütter ist ein sehr körperlich präsenter Gegner. Aber wir gehen die Partie locker an. Wir haben bisher geliefert, wissen aber auch, dass jetzt andere Gegner kommen.“ Das Kollektiv funktioniere, und personell sei der Kader stabil. Eine neue Standortbestimmung für beide Teams ist diese Partie in jedem Fall.
Am Sonntag (15 Uhr) steigt direkt das nächste Gemeindederby: Der TSV Rothemann empfängt die SG Kerzell, auch Lütter hat es zum brisanten Nachbarschaftsduell beim TSV Weyhers nicht weit. Welkers spielt zum Abschluss des Wochenendes um 17.30 Uhr bei der SG Gundhelm/Hutten. Gegen jene SGGH muss Kerzell bereits am Freitagabend zuhause ran.
Kreisoberliga Süd
Freitag
18.30 Uhr
Welkers – Rothemann
Lütter – Bellings/Hohenzell
Rückers – Weyhers
Hosenfeld – Löschenrod
19 Uhr
Kerzell – Gundhelm/Hutten
Lauter – Huttengrund (in Wallenrod)
Sonntag
15 Uhr
Rothemann – Kerzell
Löschenrod – Schmalnau/Hettenhausen
Weyhers – Lütter
Huttengrund – Flieden II (in Eckardroth)
Hosenfeld – Lauter
17.30 Uhr
Gundhelm/Hutten – Welkers (in Hutten)
