Lokales 19.01.2024

Neujahrsempfang in Eichenzell – Künstliche Intelligenz im Fokus

Eichenzell (sk) – Zum Neujahrsempfang hatte die Gemeinde Eichenzell am Donnerstag eingeladen. Im vollbesetzten Kultursaal im Schlösschen erwartete die Gäste ein Rückblick und teilweise auch Ausblick durch Bürgermeister Johannes Rothmund. Manuel Marburger hielt einen Vortrag zum Thema künstliche Intelligenz, bevor der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Joachim Bohl, den Abschluss des Abends übernahm. Alle Vorträge waren angereichert mit viel Humor.

Von links: Johannes Rothmund, Manuel Marburger und Joachim Bohl. Foto: Stefan Krug

Für Bürgermeister Rothmund war der Neujahrsempfang ein guter Anlass, um Danke zu sagen. An die vielen ehrenamtlich Engagierten in Vereinen, wo das Jugendrotkreuz und die Wettkampfgruppe der Feuerwehr Eichenzell-Mitte jeweils Landessieger wurden. Angesichts der Erfolge anderer Eichenzeller Wehren auf Kreisebene sah der Bürgermeister durchaus Potential für mehrere Podestplätze für den Ort. Nicht unerwähnt ließ er die anderen Vereine – seien es im sportlichen, musikalischen oder sozialen Bereich und auch das Jugendparlament. Ein weiterer Dank ging an die in der Gemeinde ansässigen Unternehmen, welche „die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg und den Wohlstand der Gemeinde“ gelegt haben.

Erwähnt wurden die vielen Investitionen der Gemeinde im vergangenen und teilweise auch noch in diesem Jahr – sei es im Bereich der Feuerwehren, der Sportvereine, des Verkehrskonzepts mit dem Bau von Radwegen und nicht zuletzt als SmartCity Gemeinde. Hier leiste Eichenzell „in vielen Bereichen Pionierarbeit und ist schon heute wichtiger Ratgeber für andere Kommunen im ländlichen Raum“. Rothmund bedauerte in dem Zusammenhang, dass die Gemeindevertretung keine Gelder für die Mobilitätsstationen genehmigte – obwohl sich in einer Umfrage eine große Mehrheit dafür ausgesprochen hatte.

Mit Manuel Marburger war ein Referent aus der Region gefunden worden, der pointiert auf Chancen und Risiken der künstlichen Intelligenz (KI) einging. Letztendlich sei sie momentan noch gar nicht so intelligent – ähnlich einer ganz normalen Google Suche sei es wesentlich „wie man fragt“, um brauchbare Ergebnisse bei Programmen wie ChatGpt zu bekommen: „Es gibt Menschen, die braucht man nicht vor KI zu setzen – da fehlt der Input“. Humorvoll meinte Marburger mit Blick auf seinen Sohn, dass dieser wohl ohne Google Maps nicht nach Hause finden würde. Das Wichtigste, was KI fehle und auch weiter fehlen werde, sei Aufmerksamkeit und Wertschätzung den (Mit)menschen gegenüber.

Joachim Bohl ging dann auf den Vortrag durchaus ein in seinem Schlusswort, nach dem die Möglichkeit zu intensivem Austausch bestand. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von bekannten Musikern der Region. Frank Tischer am Piano, der am Tag Geburtstag hatte, und Markus Hillenbrand am Kontrabass boten mit neuen Stücken Musik auf hohem Niveau.