Lokales 29.03.2019

„Tatort Fulda“ – Humorige Inszenierung im Eichenzeller Gewölbekeller

Eichenzell (sm/tg) – Eine besondere Lesung fand am Mittwochabend im Eichenzeller Gewölbekeller statt: Im Rahmen des Literaturfestivals „Tatort Fulda“ gaben Anette Daugardt und Uwe Neumann mit ihrem englischen Humor einige tragisch-komische Geschichten bei ihrer Inszenierung zu „Der Hund bleibt draußen“ zum Besten.

Foto: Christine Görlich

Der Gewölbekeller im Eichenzeller Herrenhaus, in dem 17 Menschen mit Behinderung leben, bot hierbei ein ganz besonderes Ambiente. Björn Bierent, der Leiter des Inklusionsprojekts Herrenhaus, konnte 50 Gäste bei der ausverkauften Veranstaltung willkommen heißen. „Ich begrüße Sie in einer großartigen Location, dem Herzstück des Herrenhauses, ein besonderer Ort der Begegnung und heute Abend der Austragungsort für unser Tatortlesung beziehungsweise eines Tatort-Schauspiels“, freute sich Bierent. Er stellte kurz das Inklusionsprojekt „Herrenhaus“ von antonius, „Leben und Arbeiten in Eichenzell“ und der Gemeinde Eichenzell vor. Ziel ist, Wohnraum und Arbeitsraum für Menschen mit Behinderung am Heimatort zu schaffen, damit sie die Teilnahme am Gemeindeleben genießen können.

Daugardt und Neumann sind Wiederholungstäter beim „Tatort Fulda“ und begeisterten schon mit vielen Unterhaltungen. Auch das Krimi-Programm am Mittwochabend kam super an. Es war keine Lesung im üblichen Sinne, denn das Berliner Schauspielerpaar ist dafür bekannt, außergewöhnliche Produktionen auf die Beine zu stellen. Immerhin betreiben die beiden seit vielen Jahren das KantTheaterBerlin. So bekamen die Gäste in Eichenzell vielmehr eine szenische Lesung unter dem Titel „Feuer Blut Hund“ geboten. Eingebettet waren drei hintergründig-schwarzhumorige Stücke, die allesamt im Kontext standen. Im Vordergrund standen die Ängste der Protagonisten und die daraus resultierenden Reaktionen. Obwohl es um Krimiunterhaltung ging, wurde trotzdem den ganzen Abend über gelacht. Dafür sorgten nämlich die beiden Vollblutschauspieler.

Tatort-Lesung in Eichenzell. Fotos: Christine Görlich