„Seit vielen Wochen wird hier hart gearbeitet, es ist viel passiert“, so Eichenzells Bürgermeister Dieter Kolb: „Inklusion bedeutet, Teil an der Gesellschaft zu haben“. Das Inklusionsmodell erfahre von allen Seiten jede Menge Unterstützung. Auch Erhard Kiszner sieht dem Umbau optimistisch entgegen: „Für die Bewohner beginnt mit dem Einzug ein neuer Lebensabschnitt, sie werden ein Teil von Eichenzell“, so der Vorsitzende des Vereins „Leben und Arbeiten in Eichenzell“. Laut Projektleiter Björn Bierent bräuchten die jungen Erwachsenen ein Stück Heimat, aber auch etwas, das sie selber neu gestalten können. Auch das „Netzwerk“ sei Symbol für Inklusion. Es umspanne das gesamte Projekt, sei aber dennoch nach allen Seiten hin offen. „Nun müssen wir dieses Netzwerk nur noch mit Leben füllen“, strahlt Bierent.
„Das Herrenhaus liegt genau in der Ortsmitte und bietet so einen Ort, an dem Inklusion perfekt entwickelt werden kann“, freut sich auch Rainer Sippel von „antonius – Netzwerk Mensch“, für den das Inklusionsprojekt einen wichtigen Meilenstein mit Modellcharakter in Eichenzell darstellt. Auch Staatssekretär Wolfgang Dippel ist von der Inklusionsidee mehr als begeistert und ließ es sich nicht nehmen, die Gäste willkommen zu heißen: „Die Region fasziniert mich, sie ist auf eine gewisse Art und Weise besonders, insbesondere Menschen, die dort leben“, bringt es der Staatssekretär für Soziales und Integration auf den Punkt. Inklusion bedeute Wertschätzung und eine umfassende Teilhabe am Geschehen in der Gemeinde.
Natürlich bedankten sich die Verantwortlichen auch für die großzügigen Spenden, ohne die der Umbau überhaupt nicht möglich wäre. Der Gewölbekeller des Herrenhauses ist bereits als offene Begegnungsstätte konzipiert, in der auf selbstverständliche Art und Weise Begegnungen stattfinden. Bürgerinnen und Bürger aus Eichenzell treffen sich dort zu Veranstaltungen, wodurch ein gemeinschaftliches und inklusives Miteinander entstehen soll.
Auch Vertreter der Antoniusstiftung, des „Perspektiva“, sowie verschiedener regionaler Vereine drückten ihre Freude über das gelungene Projekt aus und berichteten von tollen Erfahrungen mit den zukünftigen Bewohnern. Zwei zukünftige Bewohner sind bereits im Turn- und Leichtathletikverein Eichenzell aktiv und sind seit einiger Zeit mit Spaß und Motivation beim Lauftraining dabei. Natürlich durfte als Abschluss auch der Segen durch die Eichenzeller Pfarrer nicht fehlen. Des Weiteren sorgten die „Mini Musicals“ unter der Leitung von Karin Jahn für gute Stimmung und bereicherten das Fest mit ihren weltlichen und geistlichen Liedern. Im Anschluss an die Begrüßung hatten die Gäste schließlich die Möglichkeit die Baustelle näher zu betrachten und das Fest bei leckeren Snacks und Getränken ausklingen zu lassen. Auch in den kommenden Monaten wird am Herrenhaus fleißig weiter gearbeitet. Im Mai 2017 könne man dann voraussichtlich die lang ersehnte Einweihungsfeier, verbunden mit dem Einzug der 17 Bewohner feiern.
