Zu Beginn begrüßten Tanja Röbig (Gemeindeassistentin Eichenzell) und Björn Bierent (Projektleiter „Leben und Arbeiten in Eichenzell“) die über 300 Gäste. Überwältigt von dieser großen Resonanz sprachen beide ihren Dank an alle Mitwirkenden und Helfer aus. Jeder Einzelne habe durch sein Engagement zu einem gelungenen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung beigetragen, so Bierent. Röbig ging kurz auf die Bedeutung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn ein und sagte: „Wer wissen will, wie Gott ist, der muss Lukas 15, 11 bis 32 lesen“. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn werde deutlich, dass Gottes Barmherzigkeit und Liebe viel größer sei, als unser Gerechtigkeitsgefühl und unsere Vorstellung von Normen und Werten. Durch die mitreißenden Lieder und den wundervollen Gesang, der zum einen durch den großen Chor, aber auch durch einzelne Solobeiträge zu Gehör gebracht wurde, zog das Musical alle Zuhörer in ihren Bann. Die Lieder gaben auf eindrucksvolle Weise die Emotionen der einzelnen Szenen wieder. Ebenso trugen durch ihr eindrucksvolles Schauspiel Natascha Garrett (verlorener Sohn) und Manuela Wilhelm (Vater) zum Gelingen der Aufführung bei. Circa 30 Kinder, die als Schweinchen verkleidet waren, ernteten viel Applaus für ihre begeisternde Darbietung des „Schweine-Rap“. Somit war jeder auf seine Weise an dem Gelingen des Musicals beteiligt.
Die Aufführung erhielt nicht nur durch die Besetzung des Ensembles inklusiven Charakter, sondern auch durch den Einsatz ausgewählter Textpassagen in Gebärdensprache. Abschließend dankten alle Zuhörer mit großem Applaus und stehenden Ovationen den Akteuren für die gelungene Aufführung. Spontan wurde das Lied „Freude füllt die Herzen“ noch einmal als Zugabe dargeboten. „Heute ist ein weiterer Grund zur Freude“ sagte Röbig, als die Endsumme der Spenden aus den aufgestellten Sparschweinen des Mini-Musicals feststand. Dank einer überaus großen Spendenbereitschaft ist der Endbetrag von 2054,50 Euro zustande gekommen. Durch das großes ehrenamtliches Engagement und die vielen unentgeltlichen Hilfen der Mitwirkenden und aller Beteiligten kann dieser hohe Betrag, wie angekündigt, zwischen der Katholischen Kirche Eichenzell und dem Verein „Leben und Arbeiten in Eichenzell“ aufgeteilt werden. Besonders erfreulich empfindet Bierent die Tatsache, dass zu dem überaus großen Erfolg jeder Einzelne beigetragen habe. „Jeder, ganz egal, welche Rolle er spielte oder welche Aufgabe er hatte, ist daran gleichberechtigt beteiligt“, so Bierent und fügt an: „Es war absolut unerheblich, ob jemand eine Behinderung hatte oder nicht. Inklusion, wie sie sein soll.“ Pfarrer Guido Pasenow und Erhard Kiszner, erster Vorsitzender von Leben und Arbeiten in Eichenzell sprachen ihren Dank über die hohe Spendensumme aus. „Der Betrag kommt dem Umbau des Herrenhauses zugute“, so Kiszner, der sich freut, dass dieses wundervolle Projekt weiter unterstützt wird. Somit war, ist und bleibt das Mini-Musical für alle Beteiligte und Besucher ein Ereignis, dessen Botschaft und Freude noch lange nachklingen wird.
