Der Weg von Rummel hätte im letzten halben Jahr kaum steiler nach oben führen: In der Hinrunde schnürte er seine Fußballschuhe noch für die SG Bronnzell, dann ging es im Januar zur Eintracht in die A-Junioren-Bundesliga und jetzt will er bei Bundesligaaufsteiger Greuther Fürth durchstarten: „Ich möchte über die Regionalliga oben anklopfen“, setzt sich Rummel sein erstes klares Ziel als Seniorenfußballer.
Die zweite Mannschaft von Fürth spielt in der neuerschaffenen Regionalliga Bayern und dort soll auch Rummel seine ersten Schritte machen: „Wie es genau laufen wird, wird sich erst in den kommenden Wochen und in der Vorbereitung zeigen.“ Auf jeden Fall hat er ab dem 18. Juni die Möglichkeit, sich zu beweisen, denn dann starten die Franken nämlich in die Vorbereitung.
Und dann beginnt für Rummel ein neues Leben: Immerhin pendelte er nach Frankfurt regelmäßig mit Zug oder Auto, jetzt zieht das Sturmtalent erstmals in eine eigene Wohnung, die ihm sein neuer Verein vermittelt hat. Der Rahmen passt also und deswegen ist Rummel schon ganz heiß darauf, dass es losgeht: „Ich mache mein Hobby zum Beruf, das ist doch fantastisch.“
Angebote hatte der 18-Jährige eine ganze Reihe: Vier Drittligisten und zwei weitere Bundesligisten waren an ihm interessiert, aber vor allem die Entscheidung gegen Frankfurt sei ihm unglaublich schwer gefallen: „Ohne die Eintracht wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin. Ich bin ihr, aber vor allem Trainer Alex Schur, zu großem Dank verpflichtet.“ Rummel spielte eine hervorragende Rückrunde und traf insgesamt acht Mal für die Riederwälder, unter Anderem auch doppelt gegen seinen neuen Club: „Aber die Bemühungen um mich begannen schon früher.“ Insgesamt überzeugten Rummel das Gesamtpaket des Vertrags und die gebotene sportliche Perspektive. Wenn der Weg von Dominik Rummel weiter so steil nach oben führt, ist es wohl nur noch eine Frage, bis er zum ersten Mal das Trikot der Kleeblätter in der Fußball-Bundesliga trägt.
In Fürth ist die Freude über die Verpflichtung des Osthessens ebenfalls groß. Fußballkoordinator Alfred Hörtnagl: „Wir freuen uns, dass wir mit Dominik Rummel einen torgefährlichen und begehrten Stürmer nach längerer Beobachtung nach Fürth lotsen konnten. Er hat sich für den Entwicklungs- und Ausbildungsweg der SpVgg entschieden.“
