Sport 31.07.2015

Fußball-Kreisoberliga – Derbykracher: Löschenrod empfängt Kerzell

Eichenzell (fs) – Die Saison in der Fußball-Kreisoberliga Süd startet am Wochenende und wird gleich mit einem richtigen Derbykracher eröffnet: Aufsteiger Löschenrod empfängt am Freitagabend (19 Uhr) den Nachbarn aus Kerzell zum Prestigeduell. Die TSG Lütter wiederum muss am Sonntag (15 Uhr) beim Titelaspiranten in Haimbach ran.

Foto: Christine Görlich

„Wir fiebern dem Start schon seit Wochen entgegen. Ich hoffe, dass viele Zuschauer kommen, gerade neutrale. Nach der Meisterschaft und der guten Pokalrunde wäre das die Krönung, wenn die Kulisse passen würde“, kann es Löschenrods Spielertrainer Tony Rausch kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Mit der Vorbereitung ist der 27-Jährige vollauf zufrieden, auch die Integration der Neuzugänge – allen voran Torjäger Johann Sautner, der aus Engelhelms kam – ist abgeschlossen: „Das hat menschlich sofort gepasst, es ist so, als würden alle schon immer zusammenspielen“, erklärt Rausch, der gegen Kerzell auf Dominik Klatzka und Florian Stolz (beide Knieprobleme) sowie Steffen Knacker (Muskelfaserriss in der Wade) verzichten muss. Überhaupt hat er vor Kerzell gehörigen Respekt: „Da kommt eine absolute Topmannschaft. Wir müssen an unsere Grenzen gehen, damit wir überhaupt eine Chance haben.“

Besondere Brisanz erhält das Nachbarschaftsduell vor allem durch die Tatsache, dass beide Teams eine Reserve-Spielgemeinschaft bilden. Davon wollen sich beide Seiten aber nicht beirren lassen: „Das ist natürlich eine besondere Verbindung, da ist der Reiz viel größer“, weiß auch Kerzells Spielertrainer Heiko Rützel, der mit der Vorbereitung rundum zufrieden ist: „Wir hatten eine höhere Trainingsbeteiligung als im Vorjahr, sind komplett zusammengeblieben, waren früh fit und haben deshalb auch eine gute Vorbereitung gespielt.“ So wurde die Helvetia beispielsweise Gemeindemeister und warf am Montag Gruppenligist Rothemann im Pokal raus. Aber Rützel warnt: „Wenn man den Saisonstart vergeigt, nützt das alles nichts. Wir haben bei den Gemeindemeisterschaften recht deutlich gewonnen, das könnte ein kleiner Hemmschuh sein. Aber die Jungs sind alt genug.“ Kapitän Christoph Wehner droht mit einer Schambeinentzündung noch länger auszufallen, dazu kommen die Urlauber Sebastian Heiner, Timo Hasenauer und Michael Bott sowie der angeschlagene Besfort Tafolli (Knieprobleme aus dem Rothemann-Spiel), dafür ist George Kitagenda nach abgesessener Rotsperre wieder dabei.

Auch die TSG Lütter freut sich auf den Saisonstart: „Man merkt, dass es kribbelt. Die Stimmung ist gut, wir haben derzeit die richtige Mischung aus Anspannung und Vorfreude“, erklärt TSG-Coach Frank Atzler, der allerdings weiß, was mit Haimbach auf seine Elf wartet: „Das ist gleich eine Hausnummer und für mich neben Kerzell, Steinau und Hosenfeld einer der Topfavoriten auf den Titel. Die haben jetzt gegen einen Hessenligisten ein gutes Spiel abgeliefert, haben eine gute Truppe und sich gut verstärkt. Das wird nicht leicht, aber dann haben wir einen Brocken hinter uns.“ Julian Hauner, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss lange auszufallen droht, sowie Henrik Petersen, Marc Leipold und der noch gesperrte Alexander Kimpel müssen passen, dennoch ist Atzler optimistisch: „Wir versuchen, das Optimum herauszuholen.“

In der A-Liga Fulda gastiert die SG Büchenberg am Sonntag (15.30 Uhr) beim Aufsteiger Bronnzell II, die anderen A-Ligisten sind noch spielfrei.