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Olga und Friedrich Füller feiern Diamantene Hochzeit - Fotos
Und die Anzahl der Verwandten ist groß – kein Wunder bei sieben Kindern, 18 Enkeln und drei Urenkeln. Mit drei Töchtern und vier Söhnen wird es schnell voll auf so einer Feier, besonders wenn auch deren eigene Familien den Großeltern gratulieren möchten. Aber der Trubel stört die beiden Jubilare nicht – sie haben in ihrem Leben schließlich schon ganz andere Dinge meistern müssen. „60 Jahre sind objektiv eine lange Zeit, aber persönlich ist die Zeit für Sie sicher wie im Flug vergangen. Das Wichtigste aber sind die gemeinsam erlebten Momente, die in Erinnerung bleiben. Ich hoffe, dass beim Zurückdenken die freudigen Momente in ihrem Leben überwiegen“, betonte Bürgermeister Dieter Kolb.
Angefangen hat alles kurz nach dem Krieg. Die heute 84-jährige Olga Füller wurde damals mit ihrer Mutter, der Großmutter und dem Bruder aus dem Sudetenland vertrieben und kam nach Rothemann. Sie mussten sich eine neue Existenz aufbauen – um von etwas leben zu können, half Olga schon damals den Bauern bei der Ernte. Und dann kam der begeisterte Angelsportler Friedrich. Als einer der wenigen jungen Männer, die nicht im Krieg gefallen waren, hielt er Anfang der 50er-Jahre um die Hand der schönen Olga an – sie heirateten am 26. Januar 1952. Fortan sollten die beiden gemeinsam durchs Leben gehen und ihre Familie wuchs. Erst wohnten sie zur Miete und bewirtschafteten ein Stück Land. Doch als das siebte Kind – der jüngste Sohn – auf die Welt kam, wurde der Wohnraum knapp und so begann das junge Paar, ein Haus zu bauen, das für die neunköpfige Familie genügend Platz bieten sollte. Als Maurer kümmerte sich Friedrich um alles und auch heute noch hat er besonders auf seinen Garten immer ein wachsames Auge. Seine Liebe zur Heimat und Natur gipfelte schließlich in der Gründung des Heimatbundes in Rothemann. Aber auch im Sport- und Angelverein war der 85-Jährige lange Jahre aktiv. Ein Auto hat der Jubilar nie gehabt – mit seinem Roller hat er alles erreicht, was er wollte.
Die harten Jahre sind überstanden und nun freuen sich die Jubilare darüber, dass es etwas ruhiger zu geht. Vor allem eines wünschen sich die beiden für die Zukunft: gesund zu bleiben. Und genau das wünschten ihnen auch Eichenzells Bürgermeister und Ortvorsteherin Barbara Klöppner, die beide zur Feier am Samstag gekommen waren und viele Glückwünsche mit im Gepäck hatten.





