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Samstag 04. Februar 2012

Lokales  

Europarat nimmt Eichenzell ins Netzwerk „Via Regia“ auf – Fotos

Eichenzell/Fulda (tb) – Vom Frühen Mittelalter bis weit in die Neuzeit hinein war die „Hohe Straße“ eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen Europas. Nun soll die „Via Regia“ wieder aufleben und die Gemeinde Eichenzell wird Teil daran haben. Neben verschiedenen Kommunen der Region Eichenzell deshalb am Freitagabend eine Urkunde des Europarates anlässlich der feierlichen Aufnahme in das Netzwerk der „großen Kulturstraße“ überreicht.

„Für unsere Gemeinde bedeutet die Aufnahme in das Netzwerk „Via Regia“ vor allem eines: Unsere kulturellen Güter, wie Schloss Fasanerie, nach ganz Europa zu tragen“, so Bürgermeister Dieter Kolb: „Eichenzell liegt ja nicht nur direkt an einer der frühen Handelsstraßen, sondern auch mitten in dem sogenannten Korridor, durch den Handelsreisende seit Jahrhunderten von Osten nach Westen und umgekehrt gezogen sind.“

Die Aufnahme in das Netzwerk erlaubt es den Mitgliedern als Teil der Kulturstraße aufzutreten. Gleichzeitig verpflichtet es die Kommunen, sich um den ost-west-europäischen Austausch zu bemühen – ganz im Sinne der mehr als tausendjährigen Straße. Das gesamte Straßennetz der „Via Regia“ sollte zu seinen Anfängen vor allem Handelszentren wie Bordeaux, Paris, das thüringische Königreich und slawische Herrschaftsgebiete miteinander verbinden. Heute soll das Netzwerk dazu dienen, die alten europäischen Kooperationen entlang der Strecke wieder aufleben zu lassen und besonders auf kultureller, sozialer, politischer und wirtschaftlicher Ebene zusammen zu arbeiten.

Neben Eichenzell wurden auch die Stadt Fulda sowie die Gemeinden Bad Salzschlirf, Großenlüder, Hosenfeld, Flieden, Neuhof und Kalbach in das Netzwerk des Europarates „via Regia“ aufgenommen. Mit der Urkundenübergabe im Fuldaer Vonderau Museum am Freitagabend verbunden war gleichzeitig auch die feierliche Abschlussveranstaltung der Ausstellung „911. Königswahl zwischen Karolingern und Ottonen. König Konrad der Erste – Herrschaft und Alltag“. Noch bis Sonntag ist die Ausstellung zu sehen, bevor sie wieder verschwindet. Fotos: Tamara Burkardt.


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